Stand: 21.02.2019 18:12 Uhr

Deutlich mehr Menschen in Hamburg ertrunken

Im vergangenen Jahr sind in Hamburg nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) insgesamt 16 Menschen ertrunken. 2017 waren es noch fünf. Die Zahl der Ertrunkenen hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht, so DLRG-Sprecher Achim Wiese: "Die Situation in Hamburg ist dramatisch angestiegen."

Achim Wiese von der DLRG im Studiogespräch.

Zahl der Badetoten gestiegen

Hamburg Journal -

Die Zahl der Badetoten in Hamburg hat sich im vergangenen Jahr gegenüber dem Sommer 2017 mehr als verdreifacht. Ein Gespräch mit Achim Wiese von der DLRG über die Schwimmfähigkeit von Kindern.

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Zwölf Menschen in der Elbe ertrunken

Ein Großteil der 16 Ertrinkungsfälle in Hamburg ereignete sich in der Elbe: Zwölf Menschen ertranken im Fluss - darunter der Schotte Liam Colgan und ein polnischer Seemann, der über Bord gegangen war. In Gewässern der Hansestadt ertranken vier weitere Menschen. 2018 gab es keine Badetoten in Hamburgs Schwimmbädern.

Baden in Nord- und Ostsee vergleichsweise sicher

In Deutschland sind 2018 insgesamt 504 Menschen bei Badeunfällen ums Leben gekommen - 2017 starben 404. Die meisten tödlichen Unfälle ereigneten sich an Flüssen und Seen. An Nord- und Ostsee sei das Schwimmen vergleichsweise sicher, da die Strände überwacht werden, so die DLRG. An der Nordsee gab es vier Tote, an der Ostsee 21 - viele davon beim Segeln oder Angeln.

Leichtsinnigkeit, Smartphones und fehlende Schwimmbäder

Vor allem Männer würden Gefahren unterschätzen und etwa angetrunken ins Wasser gehen - sie machen mehr als 80 Prozent der Badetoten in Deutschland aus. Die Zahl der Ertrunkenen in Schwimmbädern stieg bundesweit von 12 auf 29. Laut DLRG würden viele Eltern im Freibad eher auf ihr Smartphone starren, anstatt ihre Kinder im Blick zu haben. Besonders bitter aus Sicht der DLRG: Weil immer mehr Schwimmbäder schließen, gibt es immer weniger Schwimmunterricht an Schulen. Ein Viertel der Grundschüler habe keinen Zugang mehr zu Schwimmhallen.

Ein junger Mann springt im Kaifu-Bad kunstvoll vom Drei-Meter-Brett. © picture alliance/dpa Foto: Daniel Reinhardt

DLRG: Besonders Männer unterschätzen Gefahren

NDR 90,3 - NDR 90,3 Aktuell -

Nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ertranken 2018 vor allem Männer. Auch die Schließung von Schwimmbädern gefährde die Sicherheit.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 21.02.2019 | 17:00 Uhr

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