Stand: 22.02.2020 20:36 Uhr

Demo in Hamburg gegen rechten Terror

Demonstranten stehen vor dem Hamburger Hauptbahnhof und halten Bilder der Opfer des Anschlags in Hanau in Händen. © NDR Foto: Isabelle Wildberger
Vor dem Hamburger Hauptbahnhof gedachten die Demonstrierenden der Opfer von Hanau.

In Hamburg haben sich am Sonnabend rund 500 Menschen versammelt, um gegen rechten Terror und Rassimus zu demonstrieren. Zu Beginn gab es auf dem Hachmannplatz am Hauptbahnhof eine Schweigeminute in Gedenken an die Opfer der mutmaßlich rechtsradikalen Bluttat in Hanau. Anschließend wurden die Namen der Opfer verlesen. Danach zogen die Demonstrierenden durch die Innenstadt.

In Hanau selbst haben rund 6.000 Menschen an einer Demonstration teilgenommen. Auch in anderen Städten sind am Sonnabend Menschen gegen den Terror auf die Straße gegangen.

Tschentscher will Zusammenhalt in Hamburg stärken

Demonstranten der "Demo gegen Rechts" ziehen durch die Hamburger Innenstadt. © NDR Foto: Isabelle Wildberger
Rund 500 Menschen zogen durch die Hamburger Innenstadt, um gegen rechten Terror zu demonstrieren.

Derweil will Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) den Zusammenhalt in der Stadt stärken. Symbolische Solidarität nach Taten wie in Hanau sei wichtig, reiche aber nicht aus, sagte der SPD-Politiker der Nachrichtenagentur dpa. "Wir wollen mehr machen als einmal schweigend da zu stehen und wieder wegzugehen. Wir wollen uns Zeit nehmen für den Austausch. Wir sind von solchen schlimmen Ereignissen alle betroffen und sollten auch alle etwas unternehmen", sagte er nach einem Treffen mit über 60 Vertretern von Migrantenverbänden am Freitag im Rathaus.

Elf Tote in Hanau

Ein 43-Jähriger hatte am späten Mittwochabend im hessischen Hanau zehn Menschen und sich selbst erschossen. Nach Angaben des hessischen Innenministers gibt es Hinweise auf ein "fremdenfeindliches Motiv". Der Generalbundesanwalt ermittelt demnach wegen des Verdachts auf eine terroristische Gewalttat.

Weitere Informationen
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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 22.02.2020 | 19:30 Uhr

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