Stand: 17.02.2018 16:40 Uhr

Demo gegen Abschiebungen nach Afghanistan

In der Hamburger Innenstadt haben am Sonnabendnachmittag nach Polizeiangaben rund 1.200 Menschen gegen Abschiebungen nach Afghanistan demonstriert. Sie zogen vom Hauptbahnhof über die Lange Reihe und die Mönckebergstraße bis vor das Hamburger Rathaus. Während der friedlichen Kundgebung kam es zu Verkehrsbehinderungen.

Die Organisatoren werfen Deutschland und der Europäischen Union vor, sie hätten im Gegenzug für eine finanzielle Unterstützung der Regierung in Kabul die Rücknahme von Flüchtlingen nach Afghanistan vereinbart - obwohl die Lage in dem Land keineswegs sicher sei. Auch in Rostock wurde am Sonnabend gegen die Abschiebepolitik der EU protestiert: Dort beteiligten sich rund 150 Menschen.

Nächste Sammelabschiebung am Dienstag

Am Dienstag soll es eine weitere Sammelabschiebung geben, die von Düsseldorf aus nach Afghanistan startet. Hamburg hat sich bislang regelmäßig an den Abschiebeaktionen beteiligt. Die Hansestadt hat mit rund 20.500 Mitgliedern bundesweit eine der größten afghanischen Gemeinschaften.

BND: Weite Teile Afghanistans in Händen von Islamisten

Der Bundesnachrichtendienst geht davon aus, dass derzeit etwa 40 Prozent der Fläche in Afghanistan nicht mehr von den staatlichen Sicherheitskräften, sondern den Taliban und weiteren Widerstandsgruppen kontrolliert werden.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 17.02.2018 | 16:00 Uhr

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