Stand: 13.05.2020 12:25 Uhr  - NDR 90,3

Demo am Flughafen: Touristikbranche fordert Hilfe

Touristikbranche demonstriert am Hamburger Flughafen. © NDR Foto: Screenshot
"Leere Koffer, leere Kassen" - die Reisebranche wird von der Corona-Krise besonders hart getroffen.

Die Touristikbranche hat am Mittwoch in Hamburg erneut mehr staatliche Hilfe gefordert, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise abzufedern. Tausende Arbeitsplätze seien in Gefahr, hieß es. Rund 50 Demonstrierende versammelten sich am Vormittag am Flughafen - mehr durften es wegen der Corona-Regeln nicht sein.

Angst um Arbeitsplätze

Ihr Ziel ist es, dass die Not der Beschäftigten der Branche in der Politik stärker wahrgenommen wird. Die Angst, den langen Verdienstausfall nicht verkraften zu können, ist groß. Zum Beispiel bei Stefan Tuchel. Er sagte: "Wir müssen auf jeden Fall Gesicht zeigen. Und wir erwarten jetzt ganz schnell Hilfe von der Regierung. Sonst sind mal ruckzuck Millionen Arbeitsplätze in höchster Gefahr."

Branche hart von Corona-Pandemie betroffen

Bereits Ende April hatte die Touristikbranche auf dem Rathausmarkt Flagge gezeigt. Die Corona-Pandemie habe die Touristik in Deutschland und weltweit in einem Ausmaß getroffen wie das bei keiner anderen Branche der Fall sei, hieß es. Gefordert wird eine finanzielle Soforthilfe für touristische Unternehmen und Reisebüros. Beispielsweise könnte ein Notfallfonds bereitgestellt werden, der speziell für die Tourismuswirtschaft einschließlich der Reisebüros eingerichtet werde. Die weltweite Reisewarnung der Bundesregierung für Touristen wegen der Coronavirus-Pandemie gilt noch bis mindestens 14. Juni.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 13.05.2020 | 12:00 Uhr

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