Stand: 26.03.2018 13:20 Uhr

DGB beklagt Verstöße gegen den Mindestlohn

Durch Verstöße gegen das Mindestlohngesetz sind Hamburg im Jahr 2016 mehr als 200 Millionen Euro an Löhnen und Sozialabgaben entgangen. Das ist das Ergebnis von Berechnungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Zusammen mit Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ergibt sich sogar eine Summe von rund 470 Millionen Euro. Der DGB stützt seine Angaben auf zwei Studien, wie NDR 90,3 am Montag berichtete.

Wer den Mindestlohn nicht zahle, der beklaue nicht nur die eigenen Beschäftigten, sondern auch die Gemeinschaftskassen und Mitbewerber, die fair entlohnen, lautet das Fazit von Uwe Polkaehn, Chef des DGB-Nord. Die alarmierenden Zahlen signalisierten dem neuen Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD), wie groß der zusätzliche Kontrollbedarf sei. Der DGB fordert deshalb den personellen Ausbau der Finanzkontrolle beim dafür zuständigen Zoll, um die "schmutzigen Tricks" der Betriebe zu bekämpfen.

Bau und Gastronomie besonders betroffen

Im Fokus der Kritik stehen immer wieder die Bau- und die Gastronomiebranchen. Dort entdeckt der Zoll - auch in Hamburg - am häufigsten Verstöße gegen Lohnvorschriften und Schwarzarbeit. Bundesweit summierten sich laut DGB die Ausfälle beim Lohn und der Sozialversicherung auf etwa 7,6 Milliarden Euro. Diese Zahlen ergeben sich laut DGB aus den Studien des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts und der Hans-Böckler-Stiftung.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 26.03.2018 | 13:00 Uhr

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