Stand: 16.03.2020 19:56 Uhr  - NDR 90,3

Schulen und Kitas in Hamburg geschlossen

Seit Montag sind in Hamburg wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Schulen und Kitas geschlossen. Laut einer Allgemeinverfügung der Gesundheitsbehörde sollen die Einrichtungen für zwei Wochen zu bleiben.

Weniger Kinder in Notbetreuung

Für Kinder unter 14 Jahren hat die Stadt eine Notfallbetreuung eingerichtet. Am ersten Tag wurde die weniger stark in Anspruch genommen als erwartet. Insgesamt waren es weniger als 700 Schülerinnen und Schüler, die in die Grund- und Stadtteilschulen sowie in die Gymnasien kamen - nur knapp 0,4 Prozent.

Ähnlich sieht es bei den Kitas aus. Die Elbkinder Vereinigung, zu der fast 180 Kitas gehören, zählte in der Notbetreuung am Montag rund 770 Kinder, etwas mehr als drei Prozent der regulär betreuten. Eine Sprecherin lobte, dass die Eltern sehr kooperativ gewesen seien. Sie hätten wohl gewusst, dass es in der jetzigen Situation besser sei, ihre Kinder zuhause zu lassen.

Eingeschränkte Notfallbetreuung

Wegen des Coronavirus hängt ein Hinweisschild vor der Eingangstür der Ida-Ehre-Schule. © NDR Foto: Anna Rüter
Mit einem Hinweisschild an der Eingangstür organisiert die Ida-Ehre-Schule in Harvestehude die Notbetreuung.

Die Schulbehörde hatte mit bis zu 20 Prozent in der Notfallbetreuung gerechnet. Darum hatte sie darauf hingewiesen, dass diese Betreuung vor allem für die Kinder gedacht sei, deren Erziehungsberechtigte in Berufen tätig sind, die für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung notwendig sind. Dazu zählen etwa das Gesundheitswesen, die Feuerwehr und die Polizei. Kein Kind - das versicherten die Behörden jedoch auch - werde aber vor verschlossen Türen stehen bleiben.

Kinder nicht zu den Großeltern bringen

Dringend wurde davon abgeraten, die Kinder statt in Kita oder Schule in die Obhut der Großeltern zu geben, da das Coronavirus gerade für ältere Menschen gefährlich sei.

Lehrkräfte und Beschäftigte sollen erscheinen

Die Lehrkräfte und Beschäftigten wurden gebeten planmäßig zu erscheinen, soweit sie nicht zuvor in einem Risikogebiet gewesen sind. Neben der Notfallbetreuung sollen Lehrkräfte organisieren, wie und was ihre Schülerinnen und Schüler in den kommenden 14 Tagen von zu Hause aus lernen können.

Alle Veranstaltungen und Versammlungen untersagt

Daneben kommen auf alle Hamburgerinnen und Hamburger weitere Einschränkungen zu. Ab heute sind grundsätzlich alle öffentlichen und nichtöffentlichen Veranstaltungen und Versammlungen unabhängig von der Teilnehmerzahl untersagt, hieß es in einer Mitteilung der Gesundheitsbehörde von Sonntag.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 16.03.2020 | 19:00 Uhr

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