Stand: 09.04.2020 15:04 Uhr  - NDR 90,3

Coronavirus: Mehr als 3.500 bestätigte Fälle in Hamburg

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Die Gesundheitsbehörde schätzt, dass rund 2.000 Menschen in Hamburg die Corona-Erkrankung überstanden haben.

Die Zahl der an Covid-19 erkrankten Hamburgerinnen und Hamburger ist seit Mittwoch um 148 auf 3.518 gestiegen. Die Zahl der Toten, die der Rechtsmedizin zufolge wegen des neuartigen Coronavirus gestorben sind, habe sich um 4 auf 33 erhöht, teilte die Gesundheitsbehörde am Donnerstag mit. Insgesamt befinden sich nach Angaben der Behörde 260 Covid-19-Kranke in einem Krankenhaus in stationärer Behandlung. Auf einer Intensivstation liegen demnach nach wie vor 79 Corona-Patienten.

In Anlehnung an die Berechnung des Robert Koch-Instituts (RKI) schätzt die Gesundheitsbehörde die Zahl derjenigen, die die Covid-19-Erkrankung bereits überstanden haben, auf etwa 2.000.

Auch Patienten aus dem Um- und Ausland in Hamburg

Außer den Hamburger Patienten, auf die sich die Zahlen der Gesundheitsbehörde beziehen, nehmen die Kliniken der Stadt auch Covid-19-Erkrankte aus dem Umland auf: Etwa 20 von ihnen liegen derzeit auf Intensivstationen in der Hansestadt. Am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf werden zudem noch immer zwei Patienten aus Frankreich behandelt. Von den zwei italienischen Corona-Patienten im Bundeswehrkrankenhaus ist am Mittwoch einer verstorben, wie NDR 90,3 berichtete. Italien hat inzwischen weitere Behandlungsanfragen zurückgezogen, weil sich die Lage dort etwas entspannt.

Unterschiedliche Zählweise bei Todesfällen

Nach den Angaben des RKI vom Donnerstag sind in Hamburg 44 Personen mit einer Covid-19-Infektion verstorben. Das RKI listet alle Todesfälle mit dem Nachweis einer Coronavirus-Infektion auf. In Hamburg werden alle Todesfälle mit Coronavirus-Infektion durch das Institut für Rechtsmedizin begutachtet. Dadurch wird medizinisch differenziert nachgewiesen, welche Personen nicht nur mit, sondern ursächlich durch eine Covid-19-Erkrankung gestorben sind.

Über die Oster-Feiertage nur vorläufige Zahlen

Die gemeldeten Infektionsfälle werden laut Hamburger Gesundheitsehörde von den Gesundheitsämtern auch über die Oster-Feiertage erfasst. Bei der Zusammenführung der Daten könne es jedoch feiertagsbedingt zu Verzögerungen kommen. Ebenso sei ein signifikanter Meldeverzug beim RKI zu erwarten. Daher erfolge die tägliche Fallzahlmeldung bis einschließlich 15. April nur vorläufig. Die nächsten offiziellen, nicht vorläufigen Fallzahlen will die Behörde erst wieder am 16. April vorlegen.

Telefon-Hotline für Fragen zum Coronavirus

Allgemeine Fragen zum Coronavirus werden unter der Telefon-Hotline 040 / 428 284 000 beantwortet. Bei auftretenden grippeähnlichen Symptomen in Verbindung mit Kontakt zu erkrankten Personen oder einer Rückkehr aus Risikogebieten sollte der Hausarzt oder der Arztruf 116117 telefonisch kontaktiert werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 09.04.2020 | 15:00 Uhr

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