Stand: 29.03.2020 15:24 Uhr  - NDR 90,3

Coronavirus: Mehr als 2.000 Fälle in Hamburg

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Der Hamburger Senat rechnet mit einem deutlichen Anstieg der Corona-Fälle.

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus ist in Hamburg auf 2.078 gestiegen. Das war ein Anstieg um 143 Fälle, wie die Gesundheitsbehörde am Sonntag mitteilte. Derzeit seien 149 Menschen aus der Stadt aufgrund ihrer Erkrankung im Krankenhaus, 40 von ihnen würden intensivmedizinisch versorgt. Damit hat sich die Zunahme der bekannten Coronavirus-Fälle über das Wochenende etwas verlangsamt.

In der Regel gingen die Krankheitsverläufe nach wie vor mit leichten bis mittleren grippeähnlichen Symptomen einher, so die Gesundheitsbehörde. Die Zahl der bestätigten Todesfälle in der Hansestadt war am Sonnabend auf vier gestiegen.

Ausgangsbeschränkungen sollen eingehalten werden

Hamburgs Behörden bereiten sich aber weiter auf eine größere Zahl Patienten vor - nach Angabe von Gesundheitsexperten wird der Höhepunkt der Ansteckungswelle erst in einigen Wochen erreicht. Deshalb gilt auch weiter der Appell an die Hamburger, sich an die Ausgangsbeschränkungen zu halten.

Speisen müssen zu Hause verzehrt werden

Laut Polizei ist das auch bei gutem Wochenend-Wetter überwiegend der Fall gewesen. Die Gesundheitsbehörde weist allerdings noch einmal darauf hin, dass in der Allgemeinverfügung der Stadt der Verzehr von Speisen und Getränken, die außer Haus verkauft werden, auf offener Straße nicht gestattet ist. Heißt also: Coffee to go oder auch das Eis dürfen zwar angeboten und gekauft werden, müssen dann aber eingepackt mit nach Hause genommen werden.

Große Welle für Anfang April erwartet

Die Hamburger Krankenhäuser rechnen für Anfang April mit einer Welle von Corona-Patienten. Das sagte der Direktor der Klinik für Intensivmedizin im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Stefan Kluge, am Donnerstag im Interview mit dem Hamburg Journal im NDR Fernsehen. Kluge betonte die große Bedeutung der Kontaktsperren, um eine Ausbreitung der Pandemie zu verlangsamen.

Corona: UKE-Experte Kluge erwartet Patientenwelle

Für Anfang April erwarten die Hamburger Krankenhäuser eine Welle von Corona-Patienten. Das sagte der Direktor der Klinik für Intensivmedizin im UKE, Stefan Kluge, im Gespräch mit dem Hamburg Journal.

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Zahl geheilter Patienten wird festgehalten

Am Freitag hatte Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks erklärt, dass die Zahl der Neuinfektionen in Hamburg aber insgesamt stabil bleibe. Man könne davon ausgehen, dass es eine Reihe von Menschen gebe, die bereits gesundet sind und die Krankheit überstanden haben. Die Gesundheitsbehörde habe angefangen, die Zahl der geheilten Patientinnen und Patienten festzuhalten. Zudem werde in Hamburg viel getestet.

Gesundheitsbehörde sucht freiwillige Fachkräfte

Um die personellen Kapazitäten in Krankenhäusern, Gesundheitsämtern, in der ambulanten Versorgung und in Pflegeeinrichtungen zu verstärken, hat die Gesundheitsbehörde ein Register für freiwillige Fachkräfte eingerichtet. Besonders gesucht seien Ärzte, Pflegekräfte mit Intensiverfahrung, Pflegekräfte aus der Alten-, Gesundheits- und Krankenpflege, Pflegehilfskräfte sowie Medizinstudenten.

Telefon-Hotline für Fragen zum Coronavirus

Allgemeine Fragen zum Coronavirus werden unter der Telefon-Hotline 040 / 428 284 000 beantwortet. Bei auftretenden grippeähnlichen Symptomen in Verbindung mit Kontakt zu erkrankten Personen oder einer Rückkehr aus Risikogebieten sollte der Hausarzt oder der Arztruf 116117 telefonisch kontaktiert werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 28.03.2020 | 16:00 Uhr

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