Stand: 07.03.2020 12:45 Uhr

Coronavirus: Hamburger Unternehmen spüren Folgen

Über ein Drittel der Hamburger Unternehmen spürt bereits starke Folgen durch das Coronavirus. Nur zehn Prozent der Firmen sehen sich kaum oder gar nicht betroffen. Das ergab eine Umfrage der Hamburger Handelskammer. Vor allem bei Zulieferungen hapert es, aber auch Reisebeschränken würden die Geschäfte erschweren. Über ein Drittel der Firmen gehen davon aus, dass das Virus die Geschäfte noch bis Jahresende beeinträchtigen werde. Bei Unternehmen, die Geschäftsbeziehungen zu China unterhalten, beträgt der Wert sogar 44 Prozent.

Kreuzfahrtverband verschärft Regeln

So hat der Kreuzfahrtverband CLIA neue Regeln erlassen, die weltweit gelten: Es werden keine Passagiere oder Crewmitglieder mehr an Bord gelassen, die innerhalb der vorangegangen zwei Wochen in gefährdeten Gebieten waren. Das können ganze Länder wie China oder Iran sein, oder Regionen wie Teile Italiens, wenn sie von nationalen Behörden als Risikogebiet eingestuft werden. Personen, die auf Flughäfen waren, die auf einer Liste der US-Seuchenkontrolle aufgeführt sind, müssen ein Screening durchlaufen.

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Weiterer Fall in Hamburg

In Hamburg ist die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus am Sonnabend auf 13 gestiegen. In der Nacht zum Sonnabend sei ein weiterer Fall einer Infektion mit Sars-CoV-2 bestätigt worden, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Die Infizierte befinde sich mit leichter Symptomatik in häuslicher Isolation, ihr gehe es gut. Bundesweit gibt es mehr als 600 Fälle. Die Hamburger Gesundheitsbehörde sieht weiterhin ein nur geringes Infektionsrisiko in der Stadt. Denn alle Fälle ließen sich gut zurückverfolgen und befänden sich in häuslicher Isolation.

Neue Internetseite der Gesundheitsbehörde

Die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz hat eine Internetseite mit allen wichtigen Informationen zum Coronavirus in Hamburg zusammengestelllt, die ab sofort abrufbar ist. Neben aktuellen Informationen zu bestätigten Infektionsfällen gibt es Hygienetipps, Reiseempfehlungen sowie einen Überblick über Meldewege, Ansprechpartner und Kontaktadressen.

Hotline eingerichtet

Informationen erhalten Hamburgerinnen und Hamburger auch telefonisch. Zusätzlich zu der bekannten Telefonnummer 116117 wurde bereits in der vergangenen Woche eine zusätzliche Hotline unter der Telefonnummer 040 428 284 000 eingerichtet. Diese ist nun rund um die Uhr und an sieben Tagen pro Woche erreichbar. Bislang war die Hotline nur von 7 bis 19 Uhr geschaltet.

Fälle in Norddeutschland

Auf dieser Karte finden Sie die bestätigten Fälle in Norddeutschland. Die Infizierten werden hier nach ihrem jeweiligen Wohnort gezählt - und nicht danach, wo sie arbeiten oder wo ihre Erkrankung diagnostiziert worden ist.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 07.03.2020 | 07:00 Uhr

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