Stand: 15.03.2020 20:11 Uhr

Coronavirus: Hamburg rät Urlaubs-Heimkehrern zu Quarantäne

In Hamburg sind am Sonntag 38 weitere Fälle von Infizierungen mit dem Coronavirus bestätigt worden. Damit erhöht sich die Zahl der Infizierten in der Hansestadt auf insgesamt 196. Bei den sei Sonnabend 38 neu gemeldeten Fällen besteht nach derzeitigen Informationen überwiegend ein Zusammenhang mit Reiserückkehrern aus einem vom Robert-Koch-Institut (RKI) definierten Risikogebiet oder es handele sich um Personen, die Kontakt zu bereits bekannten erkrankten Personen hatten. Die Gesundheitsbehörde erklärte, diese Fälle seien nach wie vor abgrenzbar.

Behörde: Ski-Heimkehrer sollten 14 Tage lang zu Hause bleiben

"Wegen der derzeitigen Rückreisewelle aus Risikogebieten sowie aus der Schweiz und Österreich erwarten wir in den kommenden Tagen einen deutlichen Anstieg der Fallzahlen", hieß es von der Behörde. Sie empfahl Reisenden aus den Skigebieten in der gesamten Schweiz und Österreich, sich nach ihrer Rückkehr beim Arbeitgeber zu melden, um nach Möglichkeit vorerst von zu Hause aus zu arbeiten, auch wenn ihr Urlaubsort noch nicht auf der offiziellen Liste der Risikogebiete steht.

Soziale Kontakte meiden

Die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz veröffentlicht auf ihrer Internetseite alle wichtigen Informationen zum Coronavirus in Hamburg. Neben aktuellen Informationen zu bestätigten Infektionsfällen gibt es Hygienetipps, Reiseempfehlungen sowie einen Überblick über Meldewege, Ansprechpartner und Kontaktadressen. Falls Symptome wie Fieber, Husten oder Atemwegsbeschwerden auftreten, sollte der Hausarzt oder Arztruf 116117 angerufen werden. Zusätzlich wurde die Telefonnummer 040 428 284 000 eingerichtet. Diese ist rund um die Uhr und an sieben Tagen pro Woche erreichbar. Darüber hinaus rät die Gesundheitsbehörde, unnötige soziale Kontakte zu vermeiden.

Am Freitag hatte der Senat auf einer Sondersitzung erklärt, wegen der Corona-Pandemie bis zum 29. März alle Schulen und Kitas geschlossen zu lassen. Eine Notbetreuung für Eltern, die aus besonderen Gründen darauf angewiesen sind, werde aber sichergestellt, sagte Schulsenator Ties Rabe (SPD).

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 14.03.2020 | 19:30 Uhr

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