Stand: 26.07.2020 12:01 Uhr

Coronavirus: Hamburg plant Infektpraxen für Kinder

Die Kinderärzte in Hamburg bereiten sich auf einen möglichen Ansturm von jungen Patientinnen und Patienten vor. Sollten die Corona-Infektionszahlen wieder deutlich steigen, sollen sich nach Informationen von NDR 90,3 spezialisierte Arzt-Praxen um erkrankte Kinder kümmern.

Den Plan hatten die Hamburger Kassenärzte schon in der Hochphase der Corona-Krise entwickelt: Alle Patientinnen und Patienten, die das Coronavirus oder eine andere ansteckende Krankheit haben, sollten sich in sogenannten Infektpraxen melden. Das sollte die übrigen Arzt-Praxen entlasten und verhindern, dass sich Patienten im Wartezimmer anstecken.

Aufwand und Fallzahlen gering halten

Ein kleiner Junge wird von einer Kinderärztin untersucht © Imago Westend61 Foto: Westend61
Spezielle Infektpraxen für Kinder - darauf bauen Hamburgs Kinderärzte.

Diese Idee wollen jetzt auch die Kinderärzte übernehmen, erklärt Stefan Renz vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Hamburg. "Wir haben versucht, ein Konzept zu erarbeiten, was uns im Moment tragfähig erscheint", so Renz. Man wolle versuchen, sowohl den Verwaltungsaufwand in den Praxen als auch die Fallzahlen so gering wie möglich zu halten.

Ansturm in zweiter Jahreshälfte erwartet

In ganz Deutschland stellen sich Kinderärzte in der zweiten Jahreshälfte auf eine Belastungsprobe ein. Sie rechnen damit, dass Eltern dann schon bei einem Schnupfen abklären wollen, ob sich ihr Kind mit dem Coronavirus infiziert hat - insbesondere weil Kitas und Schulen wieder auf den Normalbetrieb umstellen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 26.07.2020 | 11:00 Uhr

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