Stand: 08.04.2020 13:43 Uhr

Coronavirus: 3.370 Infizierte und 29 Tote in Hamburg

Eine Labor-Mitarbeiterin pipettiert einen Ansatz zum Proteinnachweis. © dpa Foto: Sven Hoppe
Die Gesundheitsbehörde schätzt, dass rund 1.900 Menschen in Hamburg die Corona-Erkrankung überstanden haben.

Die Zahl der an Covid-19 erkrankten Hamburger ist seit Dienstag um 153 auf 3.370 gestiegen. Die Zahl der Toten habe sich um 4 auf 29 erhöht, teilte die Gesundheitsbehörde am Mittwoch mit. Insgesamt befinden sich nun nach Behördenangaben 252 Infizierte in einem Krankenhaus in stationärer Behandlung. Auf einer Intensivstation liegen demnach 79 Corona-Patienten.

Die meisten Betroffenen leiden nur unter leichten bis mittleren grippeähnlichen Symptomen. In Anlehnung an die Berechnung des Robert Koch-Instituts (RKI) schätzt die Gesundheitsbehörde die Zahl derjenigen, die die Covid-19-Erkrankung bereits überstanden haben, auf etwa 1.900.

Unterschiedliche Zählweise bei Todesfällen

Nach den Angaben des RKI vom Mittwochmorgen sind in Hamburg 23 Personen mit einer COVID-19-Infektion verstorben. Die Gesundheitsbehörde führt die höhere vom Institut für Rechtsmedizin festgestellte Todesfallzahl darauf zurück, dass es ebenso wie bei den täglichen Gesamtfallzahlen bei der Erfassung der Toten einen Meldeverzug beim RKI gibt. Das RKI veröffentlicht auf seiner Internetseite täglich die von den Bundesländern gemeldeten Fallzahlen der Covid-19-Erkrankten sowie Todesfälle. Es listet alle Todesfälle mit dem Nachweis einer Coronavirus-Infektion auf. In Hamburg werden alle Todesfälle mit Corona-Infektion durch das Institut für Rechtsmedizin begutachtet. Dadurch wird medizinisch differenziert nachgewiesen, welche nicht nur mit, sondern ursächlich durch eine Covid-19-Erkrankung gestorben sind.

Telefon-Hotline für Fragen zum Coronavirus

Allgemeine Fragen zum Coronavirus werden unter der Telefon-Hotline 040 / 428 284 000 beantwortet. Bei auftretenden grippeähnlichen Symptomen in Verbindung mit Kontakt zu erkrankten Personen oder einer Rückkehr aus Risikogebieten sollte der Hausarzt oder der Arztruf 116117 telefonisch kontaktiert werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 08.04.2020 | 14:00 Uhr

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