Stand: 12.03.2020 15:05 Uhr

Corona-Verdacht: Einsatz am Hamburger Flughafen

Männer mit Schutzanzügen begleiten Passagier aus Flugzeug über eine Treppe hinaus. © NDR Foto: NDR Screenshot
Der betroffene Passagier hatte während des Fluges über Fieber und Übelkeit geklagt.

Ein Coronavirus-Verdachtsfall hat am Donnerstag für einen größeren Einsatz am Hamburger Flughafen gesorgt. Betroffen war eine Maschine der Lufthansa-Tochter Eurowings, die von Hannover in Richtung Palma de Mallorca gestartet war. Schon kurz nach dem Start informierte der Pilot die Flugsicherung darüber, dass ein Passagier an Bord der Boeing über Unwohlsein und Fieber klagt. Das Flugzeug kehrte daraufhin um, landete in Fuhlsbüttel und wurde auf eine Parkposition gebracht.

Flugzeug bereits wieder freigegeben

Anschließend gingen Feuerwehrleute in Schutzanzügen an Bord der Maschine und brachten den Erkrankten in einen Rettungswagen. Der Mann wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Ein Sprecher der Gesundheitsbehörde sagte zu NDR 90,3, dass der Patient nach ersten Untersuchungen nicht am Coronavirus erkrankt sei. Er sei an Bord der Maschine kollabiert und werde jetzt weiter behandelt. Das Flugzeug wurde wieder freigegeben.

Flughafen auf Coronavirus vorbereitet

Der Flughafen in Fuhlsbüttel hatte vor dem Urlauberansturm zu Ferienbeginn seine Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus verstärkt. Die Sanitärräume seien mit Desinfektionsmittel ausgestattet worden, sagte eine Sprecherin. Zudem seien große Plakate mit Informationen auch auf Chinesisch und Farsi (Persisch) aufgestellt worden. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde sollen Passagiere bei der Rückkehr aus Risikogebieten sogenannte Ausstiegskarten ausfüllen, auf denen sie ihre Aufenthaltsorte, Sitzplatznummer und ihre Wohnadresse hinterlassen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 Aktuell | 12.03.2020 | 15:00 Uhr

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