Stand: 29.12.2020 13:32 Uhr

Corona: Tourismusbranche fordert normalen Betrieb zu Ostern

Ein Schriftzug eines Hotels in der Nähe des Hamburger Hauptbahnhofs. © picture alliance/dpa Foto: Jonas Klüter
Im Oktober hatten Gäste in Hamburger Hotels 654.000 Übernachtungen gebucht - ein Rückgang um mehr als die Hälfte im Vergleich zum Vorjahr.

Norddeutschlands Tourismusbranche fordert für das kommende Jahr einen klaren Corona-Fahrplan. Unternehmen und Beschäftigte brauchen eine Perspektive, lautet das Fazit bei einer Online-Pressekonferenz der Industrie- und Handelskammer (IHK).

Tourismusbranche fordert normale Betrieb zu Ostern

Zu Ostern, Anfang April, bräuchten Hotels und Restaurants wieder eine weitgehende Normalität, sonst hielten viele Betriebe laut Bernhard Brons von der IHK in Norddeutschland nicht weiter durch. Die Unternehmen hätten demnach gezeigt, dass sie wirksame Hygienekonzepte entwickeln und umsetzen können.

Schlechte Stimmung bei der Tourismuswirtschaft

Eine Umfrage bei rund 1.200 Betrieben im Norden ergibt für die Tourismuswirtschaft bislang trübe Aussichten: Im Vergleich zum Vorjahr ist der sogenannte Geschäftsklimaindex im Gastgewerbe um mehr als die Hälfte eingebrochen.

Reisebranche besonders von Corona-Krise betroffen

Reiseanbieter bewerten ihre Lage noch schlechter - bei ihnen gibt es durch Stornierungen bereits angezahlter Buchungen ein besonders dickes Minus. Viele Firmen gehen aktuell davon aus, dass sich ihr Geschäft erst nach 2021 wieder normalisiert.

Deutlich weniger Übernachtungen in Hamburger Hotels

Knapp jedes zweite Unternehmen in der Reisewirtschaft rechnet außerdem damit, in der kommenden Saison weniger Menschen anzustellen als vorher. Im Oktober hatten Gäste in Hamburger Hotels 654.000 Übernachtungen gebucht. Das sei ein Rückgang um mehr als die Hälfte im Vergleich zum Vorjahr.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 29.12.2020 | 13:00 Uhr

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