Stand: 03.04.2020 12:22 Uhr

Corona: Lockerung der Regelungen zur Kurzarbeit

Für Beschäftigte, die wegen der Ausbreitung des Coronavirus in Kurzarbeit gehen, hat die Agentur für Arbeit Regeln zur Aufstockung ihres Einkommens vorübergehend gelockert. Damit sollen gleichzeitig die sogenannten systemrelevanten Berufe gestärkt werden.

Gelockerte Regeln bis zum 31. Oktober

Wer während der Kurzarbeit zum Beispiel im Supermarkt Regale auffüllt oder in der Landwirtschaft als Erntehelfer aufhelfen will, muss seinen dabei verdienten Lohn nicht mehr auf das Kurzarbeitergeld anrechnen lassen. Das gilt für Beschäftigungen in allen Berufen, die laut Gesetz systemrelevant sind - also wichtig für den Erhalt der Gesellschaft. Neben der medizinischen Versorgung gehört dazu laut Arbeitsagentur zum Beispiel auch, wer Krankenhäuser oder Pflegeeinrichtungen mit Lebensmitteln versorgt.

Die jetzt gelockerte Regel gilt demnach bis zum 31. Oktober. Eine Einschränkung gibt es aber: Kurzarbeitergeld und der gesamte restliche Verdienst dürfen das normale Nettoeinkommen nicht übersteigen.

Warnung vor betrügerischer Masche

Die Arbeitsagentur warnt Firmen unterdessen vor einer E-Mail von Betrügern. Die Kriminellen versuchen mit einer angeblich offiziellen Abfrage zur Kurzarbeit an persönliche Daten von Unternehmern und Beschäftigten zu kommen.

Tausende Anträge auf Kurzarbeit

Die Corona-Krise trifft auch in Hamburg viele hart. Einzelhandelsgeschäfte und Gastronomiebetriebe mussten angesichts der von der Regierung getroffenen Maßnahmen schließen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ins Homeoffice schicken. Um die Beschäftigten zu halten und sich von den Personalkosten zu entlasten, melden immer mehr Unternehmen Kurzarbeit bei der Arbeitsagentur an. In Hamburg hatten allein bis zum 31. März über 12.700 Unternehmen Kurzarbeit angemeldet.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 03.04.2020 | 12:00 Uhr

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