Stand: 14.05.2020 12:05 Uhr

Corona-Krise: Weniger Wohnungsbau in Hamburg

Maurer hält eine Wasserwaage gegen frisch zementierte Mauer. © Fotolia.com Foto: bildlove
Der Wohnungsbau wird wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr wohl deutlich zurückgehen.

Die Corona-Krise wirkt sich auf den Wohnungsbau in Hamburg aus. In der Hansestadt und in Schleswig-Holstein wird er zurückgehen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Verbands BFW Nord unter den mittelständischen Wohnungsunternehmen. 85 Prozent der befragten Bauträger sagen: Corona beeinträchtigt unsere Baustellen. Jeder fünfte Betrieb rechnet mit einem Umsatzrückgang von mindestens 20 Prozent, obwohl bisher nur wenige Kurzarbeit angemeldet haben. Handwerker fallen aus und Baumaterial fehlt.

Baugenehmigungen dauern

Doch das größte Problem liegt offenbar bei den Behörden. 40 Prozent der Bauträger erklären, dass Baugenehmigungen erheblich dauern. Baubeginne verzögern sich demnach um rund vier Monate. Sönke Struck, Chef des BFW Nord, sagte: "Es wird schwer, die guten Fertigstellungszahlen in den kommenden Jahren zu halten.. Das dicke Ende kommt noch." Er mahnte die Politik, Auflagen zu überdenken.

Verspätete Baugenehmigungen und Fertigstellungen beklagt auch der Wohnungsverband VNW. Seine Umfrage bei Hamburgs Genossenschaften und der städtischen Wohnungsbaugesellschaft SAGA ergab: Jedes zweite Bauvorhaben verzögert sich, aber nur ein kleiner Teil der Neubaupläne wird auf Eis gelegt.

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Darstellung von Viren neben der Form von Hamburg. © panthermedia Foto:  lamianuovasupermail@gmail.com (YAYMicro)

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NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 14.05.2020 | 12:00 Uhr

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