Stand: 23.05.2020 20:13 Uhr  - Hamburg Journal

Corona-Krise: Kaum Kauflaune in Hamburg

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Die Europa-Passage ist normalerweise eines der meistbesuchten Shoppingcenter der Stadt, doch durch die Corona-Krise kommen derzeit deutlich weniger Kunden als üblich.

Nachdem die Geschäfte in Hamburg unter Auflagen wieder geöffnet sind, füllt sich auch die Innenstadt langsam wieder mit Menschen, die einkaufen möchten. Doch von Besucherzahlen wie in Zeiten vor der Corona-Krise sind die Läden in der City noch weit entfernt. In der Innenstadt waren am Sonnabend laut Zählung des Handelsverbandes Nord rund zwei Drittel der sonst üblichen Passanten auf den Einkaufsstraßen unterwegs. An manchen Tagen und zu manchen Zeiten seien die Hamburgerinnen und Hamburger zwar schon wieder mehr draußen unterwegs, sagte Sprecherin Brigitte Nolte. In den Geschäften und Einkaufszentren sehe die Lage jedoch meist anders aus. Nolte führt die Zurückhaltung der Kunden im Interview mit dem NDR Hamburg Journal unter anderem auf die Maskenpflicht beim Einkaufen zurück.

Europa-Passage mit speziellem Hygienekonzept

Dennoch waren am Sonnabend einige Menschen in Hamburg in Einkaufslaune. So gab es in der Europa-Passage, einem der meistbesuchten Shoppingzentren der Stadt, Schlangen vor einzelnen Geschäften. Seit etwas mehr als einem Monat ist in der Passage ein spezielles Hygienekonzept in Kraft. Dazu gehören eingezeichnete Wege und speziell beschichtete Oberflächen. Die Kunden kommen aber nur langsam zurück. Centermanager Jörg Harengerd sagte, vor der Corona-Krise habe es mehr als doppelt so viele Besucher gegeben, wie jetzt. Am Freitag, dem Brückentag, sei etwas mehr los gewesen und auch an Samstagen kämen mehr Menschen aus dem Umland nach Hamburg, "aber wir sind noch lange nicht da, wo wir mal waren", so Harengerd.

Hoffen auf Rückkehr der Touristen

Für Matthias Riedel, der seit 11 Jahren einen Laden in der Europa-Passage führt, wäre dieses Wochenende eigentlich eines der umsatzstärksten des Jahres gewesen. Schließen musste der Feinkosthändler wegen der Corona-Krise zwar nicht, aber sein Umsatz brach ein. Nun hofft Riedel auf das Sommergeschäft und darauf, dass wieder mehr Touristen nach Hamburg und damit auch in sein Geschäft kommen. Fast 60 Prozent seines Jahresumsatzes mache er sonst mit den Gästen der Stadt, so Riedel.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 23.05.2020 | 19:30 Uhr

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