Zwei Senioren gehen durch das Impfzentrum in den Messehallen zu ihrer Impfung. © picture alliance / dpa Foto: Christian Charisius

Corona-Impfungen: Chronisch Kranke können sich vorbereiten

Stand: 25.02.2021 15:42 Uhr

Chronisch kranke Menschen sind in Hamburg beim Impfen zwar noch nicht an der Reihe - sie können aber jetzt schon etwas tun, um unnötige Wartezeiten zu vermeiden.

Wer unter bestimmten chronischen Krankheiten leidet, kann jetzt schon zu seinem Haus- oder Facharzt gehen. Denn dort bekommt man ab sofort eine Bescheinigung, dass man zur zweiten Prioritätsgruppe gehört, die bald mit den Corona-Schutzimpfungen dran ist. Dazu zählen Patientinnen und Patienten mit schweren chronischen Lungen-, Leber- oder Nieren-Erkrankungen, mit Diabetes oder mit schwerem Übergewicht. Ohne den Nachweis vom Arzt kommt man nicht ins Impfzentrum.

Mobile Impfteams in Pflegeheimen durch

Wann es genau losgeht mit dieser Gruppe, steht nach Angaben der Sozialbehörde noch nicht genau fest. Zur zweiten Prioritätsgruppe zählen neben den Chronisch Kranken auch alle über 70-Jährigen. Am Freitag sollen die mobilen Impfteams übrigens mit ihrer Arbeit in den Pflegeheimen fertig werden.

Nach Angaben der Bundesregierung gehören folgende Personengruppen zur Gruppe 2:

  • Über 70-Jährige
  • Personen mit Trisomie 21, mit Demenz, mit geistiger Behinderung oder mit schwerer psychiatrischer Erkrankung, insbesondere bipolare Störung, Schizophrenie oder schwere Depression
  • Personen nach einer Organtransplantation
  • Krebserkrankte, Personen mit schwerer Lungenerkrankung (z.B. interstitielle Lungenerkrankung, Mukoviszidose, COPD), sehr ausgeprägter Adipositas, schwerem Diabetes mellitus, chronischer Leber- oder Nierenerkrankung
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht
  • Bis zu zwei enge Kontaktperson von pflegebedürftigen Personen, die nicht in einer Einrichtung leben, die über 70 Jahre alt sind, nach Organtransplantation oder die eine der vorgenannten Erkrankungen oder Behinderung haben
  • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von Schwangeren
  • Personen, die in stationären Einrichtungen für geistig behinderte Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in Corona-Testzentren
  • Polizei- und Ordnungskräfte, die  im Dienst, etwa bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
  • Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege und in Grund-, Sonder- oder Förderschulen tätig sind
  • Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst und in relevanten Positionen der Krankenhausinfrastruktur
  • Personen, die in Flüchlings- und Obdachloseneinrichtungen leben oder tätig sind 
  • Personen, die im Rahmen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag im Sinne des § 45a des Elften Buches Sozialgesetzbuch regelmäßig bei älteren oder pflegebedürftigen Menschen tätig sind

 

Weitere Informationen
Impflinge in der zusätzlichen Halle A2 im Hamburger Impfzentrum. © picture alliance / dpa Foto: Christian Charisius

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 25.02.2021 | 13:00 Uhr

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