Corona-Impfung für über 80-Jährige: Zäher Start in Hamburg

Stand: 14.01.2021 12:56 Uhr

Wer 80 Jahre oder älter ist, bekommt in diesen Tagen Post von der Stadt Hamburg: In dem Schreiben informiert die Sozialbehörde über die Corona-Impfungen und ruft dazu auf, einen Termin für das Impfzentrum in den Messehallen auszumachen.

Das kann man telefonisch beim Arztruf 116117 oder online machen - alle wichtigen Informationen stehen in dem Schreiben der Stadt. Doch am Donnerstag war es zunächst schwer, einen Termin zu erhalten. Viele Hamburgerinnen und Hamburger, die es probiert haben, waren frustriert und verärgert, weil sie bei der Hotline nicht durchkamen oder weil Termine schon weg waren.

Täglich werden 500 Termine vergeben - über den Tag verteilt

Laut Sozialbehörde werden täglich 500 Termine bis zum 15. Februar freigeschaltet - und zwar in drei Schritten: Morgens 300, mittags 100 und nachmittags noch mal 100. Deutlich mehr Termine gibt es aber wohl erst ab Mitte Februar, wenn alle Pflegeheime durchgeimpft sind. Die Sozialbehörde räumte auf Nachfrage auch ein, dass es bei der Hotline zum Teil falsche Auskünfte gegeben habe. Dem wolle man nachgehen.

Leonhard: "Es kommt jeder zu seiner Impfung"

Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) hatte schon am Mittwoch um Verständnis für den Fall gebeten, wenn es nicht gleich mit einem Termin klappe. Dann solle man sich nicht entmutigen lassen und es später nochmal versuchen. "Es kommt jeder zu seiner Impfung, aber am Anfang wird es Schritt für Schritt gehen", sagte Leonhard im Hamburg Journal des NDR Fernsehens.

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AWO bietet Unterstützung bei Schwierigkeiten an

Einen Extra-Service bietet die AWO für Rentnerinnen und Rentner an, die keinen Computer haben oder mit der Online-Buchung Schwierigkeiten haben. Für sie hat die AWO eine eigene Telefonnummer freigeschaltet: 0800 - 28 436 28. Grundsätzlich ist es schon seit Tagen möglich, einen Impftermin zu vereinbaren, wenn man über 80 ist. Neu ist, dass jetzt auch die offiziellen Infobriefe verschickt werden.

Noch keine Lösung für Bettlägerige

Noch keine Lösung gibt es für bettlägerige oder demente Menschen, die zu Hause betreut werden und nicht ins Impfzentrum kommen können. Sie werden wahrscheinlich erst geimpft, wenn ein Impfstoff freigeben ist, der nicht kompliziert gelagert werden muss und von Hausärztinnen - und ärzten gespritzt werden kann.

Jörn Straehler-Pohl im Studio von NDR 90,3 © NDR Foto: Marco Peter

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 14.01.2021 | 13:00 Uhr

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