Eine Person steht auf Stiefel auf Kopfsteinpflaster. © picture alliance / dpa Foto: Christian Charisius

Corona: Hostel für Prostituierte - wird Projekt verlängert?

Stand: 20.07.2021 09:17 Uhr

Es ist ein einmaliges Projekt: Die Hamburger Sozialbehörde hat seit Beginn der Corona-Pandemie Prostituierte in einem Hostel untergebracht. Bisher haben mehr als 300 Frauen das Angebot angenommen.

Manche bleiben nur einige Tage, manche übernachten von Anfang an in dem Hostel - also seit April 2020. Die meisten Prostituierten arbeiten auf dem Straßenstrich, viele sind drogenabhängig. Mit der Unterbringung will die Behörde verhindern, dass die Frauen gezwungen sind, auf der Straße zu schlafen oder weiter auf den Strich zu gehen.

Drei Anlaufstellen für Beratungen

Drei Anlaufstellen für Prostituierte aus St. Georg sind bei dem Projekt dabei. Sie beraten die Frauen über mögliche Sozialleistungen, bei Gesundheitsfragen oder über Ausstiegsmöglichkeiten. Monatlich zahlt die Stadt rund 75.000 Euro, das sind pro Person und Tag 36 Euro für Übernachtung und Verpflegung.

Die Frauen kommen hier zur Ruhe, erzählte eine Sozialarbeiterin NDR 90,3. Viele haben sich körperlich erholt. Das Projekt läuft noch bis Ende September. Die Sozialbehörde überlegt, ob sie es auch über Corona hinaus verlängert. Das wünschen sich alle Beteiligten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 20.07.2021 | 09:00 Uhr

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