Stand: 24.03.2020 14:01 Uhr

Corona: Hamburger Forschergruppe sitzt in Kamerun fest

Vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hamburger Universität sitzen derzeit in Kamerun fest. Das Auswärtige Amt bemüht sich darum, die Forschungsreisenden ausfliegen zu lassen.

Eine Professorin der Afrikanistik ist mit einer Doktorandin und zwei Studierenden in einem Hotel in Kameruns Hauptstadt Yaoundé untergebracht. Die deutsche Botschaft hatte das Hotel als sichere Adresse empfohlen. Die Forscherinnen und Forscher befinden sich in einer kritischen Situation. Gebuchte Rückflüge wurden gestrichen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können das Hotel nicht verlassen. Ihnen wurde bereits Gewalt angedroht, weil Menschen aus Europa in Kamerun mit der Verbreitung des Coronavirus in Verbindung gebracht werden.

Bedrohliche Lage für Forschungsreisende

Zudem riskierten sie, dass ihnen auf der Straße die Pässe von Sicherheitsbehörden abgenommen werden könnten, beschreibt die Universität die bedrohliche Lage. Kamerun hat wegen des Coronavirus seine Grenzen geschlossen. Das Auswärtige Amt ist laut Universität eingeschaltet.

Zeitpunkt der Rückreise noch unklar

Wann die Gruppe im Rahmen einer Rückholaktion für deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger ausfliegen kann, ist noch unklar. Auch die Senatskanzlei ist eingeschaltet und bemüht sich um eine baldige Rückkehr der Forschenden.

Weitere Informationen
Ein Laborant mit Schutzkleidung an einem Mikroskop © Colourbox Foto: Kzenon

989 Coronavirus-Fälle in Hamburg bestätigt

In Hamburg gibt es inzwischen 989 bestätigte Coronavirus-Fälle. Das teilte die Gesundheitsbehörde am Montag mit. Die Zahl stieg damit im Vergleich zum Vortag um 102. mehr

Ausschnitt aus einem Beitrag über die Bundeswehr in der Corona-Krise in Hamburg. © NDR

Coronavirus: Bundeswehr bereit für Krisenhilfe

Hamburg kann in Notsituationen wie der Coronakrise die Bundeswehr um Hilfe bitten. In der Kaserne in Iserbrook und im Bundeswehrkrankenhaus trifft die Truppe bereits Vorkehrungen. mehr

Eine Laborantin sitzt an einem Mikroskop in einem abgedunkelten Labor © Colourbox

Was Sie zum Coronavirus wissen müssen

Die Corona-Pandemie hat den Alltag massiv verändert. Was muss weiter beachtet werden? Woran wird geforscht? Fragen und Antworten. mehr

Der Virologe Prof. Christian Drosten und die Virologin Prof. Sandra Ciesek (Montage) © picture alliance/dpa, Universitätsklinikum Frankfurt Foto: Christophe Gateau,

Coronavirus-Update: Der Podcast mit Drosten & Ciesek

Hier finden Sie alle bisher gesendeten Folgen zum Nachlesen und Nachhören sowie ein wissenschaftliches Glossar und vieles mehr. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 24.03.2020 | 14:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

Die 84-jährige Karin Sievers wird im Hospital zum Heiligen Geist mit der zweiten Corona-Impfung geimpft. In dem Alten- und Pflegeheim in Poppenbüttel waren am 27. Dezember 2020 die ersten Bewohner und Mitarbeiter in Hamburg gegen das Virus geimpft worden. © picture alliance / dpa Foto: Axel Heimken

Corona: Erstmals zweite Dosis in Hamburg geimpft

Drei Wochen nach dem Start der Corona-Schutzimpfungen begann die zweite Impfrunde in einem Pflegeheim in Poppenbüttel. mehr

Bei einer Frau wird ein Abstrich mit einem langen Wattestäbchen in der Nase gemacht. © pathermedia Foto: ryanking999

146 neue Corona-Fälle in Hamburg gemeldet

Das sind 65 weniger als vor einer Woche. Der Inzidenzwert sank auf 115,1. mehr

Demonstranten haben sich im Hamburger Schanzenviertel versammelt.  Foto: Finn Kessler

Linke Gruppen demonstrieren gegen Corona-Politik

In Hamburg haben sich rund 800 Anhänger linker Gruppen versammelt, um gegen Aspekte der Corona-Politik zu demonstrieren. mehr

Ein Blaulicht auf dem Dach eines Polizeiwagens. © picture alliance/dpa Foto: Friso Gentsch

Hamburger Polizei löst Feier in Wilhelmsburg auf

Mehr als 30 Leute hatten sich versammelt. Wegen des Verstoßes gegen die Corona-Regeln müssen sie mit hohen Bußgeldern rechnen. mehr