Stand: 07.04.2020 21:18 Uhr

Corona-Folge: Kurzarbeit bei Lufthansa Technik

Eine Boeing 747-400 steht vor der großen Jumbo-Halle bei der Lufthansa Technik AG in Hamburg. © picture alliance / dpa Foto: Bodo Marks
Bei der Hamburger Lufthansa Technik wurde Kurzarbeit vereinbart.

Die Lufthansa Technik AG hat für rund 12.000 Beschäftigte in Deutschland Kurzarbeit bis Ende August vereinbart. Allein in Hamburg sind mehr als 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen. Eine entsprechende Betriebsvereinbarung sei mit den Gremien der betrieblichen Mitbestimmung abgeschlossen worden, teilte die Lufthansa-Tochter am Dienstag in Hamburg mit. Weil weltweit nur noch wenige Flugzeuge am Himmel sind, fallen auch reihenweise geplante Wartungen flach, heißt es bei Lufthansa Technik. Der Umfang der Kurzarbeit könne je nach Arbeitsausfall bis zu 100 Prozent betragen und werde mit den jeweiligen Mitbestimmungsgremien abgestimmt.

Kurzarbeitergeld wird aufgestockt

Um die Auswirkungen auf die Mitarbeiter möglichst gering zu halten, werde das Kurzarbeitergeld vom Unternehmen auf 90 Prozent des Nettogehalts aufgestockt, bei leitenden Mitarbeitern auf 80 Prozent. Ähnliche Regelungen würden bei den mehr als 30 internationalen Tochter- und Beteiligungsgesellschaften angestrebt, soweit sie in den jeweiligen Ländern möglich seien, hieß es in der Mitteilung. Die Leistungen der Lufthansa Technik - Reparatur, Wartung und Überholung von zivilen Flugzeugen - sollen den internationalen Kundinnen und Kunden auch während der Kurzarbeit zur Verfügung stehen. 

Lufthansa startet Schrumpfprozess

Der Mutterkonzern Lufthansa streicht derweil seine Flotte zusammen. Mindestens 42 Jets der Kerngesellschaft Lufthansa und der Eurowings sollen dauerhaft stillgelegt werden, wie das Unternehmen am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Leasingverträge für angemietete Flieger werden gekündigt. Zudem soll der Flugbetrieb der Tochter Germanwings nicht wieder aufgenommen werden, wie Lufthansa mitteilte.

Germanwings-Aus trifft auch Hamburger Flughafen

Das Aus für Germanwings trifft auch den Hamburger Flughafen. Germanwings hatte bis zuletzt in Fuhlsbüttel eine Basis, von der aus innerdeutsche Ziele angeflogen wurden. Wie viele Beschäftigte in Hamburg von der Einstellung des Flugbetriebs betroffen sind ist unklar.

Im vergangenen Monat hatte bereits der Hamburger Flughafen alle Beschäftigten in Kurzarbeit geschickt. Pro Tag starten in Fuhlsbüttel gerade noch etwa 10 Maschinen - normalerweise sind es etwa 200.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 07.04.2020 | 19:00 Uhr

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