Stand: 20.04.2020 20:18 Uhr

Corona-Darlehen für Studierende: Was wichtig ist

400 Euro monatlich können Hamburgs Studierende als zinsloses Darlehen beantragen, wenn sie durch die Corona-Krise in finanzielle Not geraten sind. Aber welche Voraussetzungen müssen dafür erfüllt sein und was gilt es bei der Beantragung zu beachten? Diese Fragen hat Jürgen Allemeyer, Geschäftsführer des Studierendenwerks Hamburg, am Montag im Hamburg Journal des NDR Fernsehens beantwortet.

Darlehen als "Notfallüberbrückung"

Das Darlehen wurde dem Studierendenwerk Hamburg von der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung zur Verfügung gestellt und ist Allemeyer zufolge eine "Notfallüberbrückung": "Wir wollten helfen, damit die Studierenden, die jetzt in dieser Corona-Krise ihren Job verloren haben und in Not geraten, über die Zeit kommen", erklärte der Geschäftsführer des Studierendenwerks. Zudem sei das zur Verfügung stehende Geld nicht begrenzt, sodass allen Studierenden, die Anspruch auf das Darlehen hätten, finanzielle Unterstützung geboten werden könne, so Allemeyer weiter.

Sorgfalt bei Antragsstellung

Einen Antrag auf das Darlehen können alle Studierenden stellen, die an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule in Hamburg eingeschrieben sind und ihre finanzielle Not durch Vorlegen der Kontoauszüge belegen können. Die dafür nötigen Unterlagen gibt es auf der Internetseite des Studierendenwerk Hamburg. Bei der Antragsstellung rät Allemeyer zur Sorgfalt: "Wir brauchen einen sehr sorgfältig ausgefüllten Antrag, weil wir ein Massenverfahren eingerichtet haben. Und da können wir nicht lange nachfragen." Ein weiterer Tipp Allemeyers: Den Personalausweis und die Immatrikulationsbescheinigung nicht vergessen. Zudem dürfe die Unterschrift nicht fehlen. "Ohne Unterschrift können wir nichts tun", betonte der Geschäftsführer.

Darlehen auch für BAföG-Berechtigte

Studierende können insgesamt dreimal einen Antrag auf das Darlehen stellen - für die Monate April, Mai und Juni - und so bis zu 1.200 Euro erhalten. Für Studierende aus dem Ausland soll es demnächst eine Übersetzung geben. Das Darlehen gelte auch für Studierende, die einen Anspruch auf BAföG haben: "Wenn jemand BAföG-berechtigt ist, und seinen Job verloren hat, der kann natürlich auch bei uns ein Notfalldarlehen beantragen. Und das wird nicht auf das BAföG angerechnet", versicherte Allemeyer. Generell empfiehlt er allen, die einen BAföG-Anspruch haben, sofort einen Antrag dafür zu stellen, sollten sich die wirtschaftlichen Verhältnisse der Eltern durch die Corona-Krise geändert haben. "Das ist die beste Lösung für jeden", so Allemeyer.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 20.04.2020 | 19:30 Uhr

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