Stand: 09.01.2020 11:17 Uhr

Caterer von Schulkantinen beklagen Verluste

Blick in den Essens-Ausgabebereich einer Kantine. © NDR Foto: Frauke-Ragna Lipprandt
Belieferer der Hamburger Schulkantinen beklagen immer öfter ein Verlustgeschäft.

Über die Kosten für das Essen an Ganztagsschulen in Hamburg ist ein Streit entbrannt. Sogenannte Caterer werfen dem Senat vor, ihre Kosten nicht mehr decken zu können. Schlimmstenfalls würden einzelne von ihnen die Zubereitung von Schulessen einstellen, fürchtet deren Interessengemeinschaft. Dazu haben sich jetzt mehrere Betriebe zusammengeschlossen. Sie versorgen etwa drei Viertel der Schüler und Schülerinnen in den Ganztagsschulen.

Vor acht Jahren hatte die Schulbehörde den Preis für das Schulessen festgelegt – auf maximal 3,50 Euro pro Kind. Doch seit 2012 sind die Lebensmittelpreise gestiegen.

Verlustgeschäft für Caterer

Außerdem wurde der Mindestlohn eingeführt. Das führe dazu, dass die Essenszubereitung vor allem für die weiterführenden Schulen zu einem Verlustgeschäft werde, beklagt ein Lieferant im Gespräch mit NDR 90,3. Denn 16-Jährige beispielsweise bräuchten zum Mittag richtig große Portionen. Verhandlungen mit der Schulbehörde über wenigstens 50 Cent mehr pro Schüler oder Schülerin blieben bisher ohne Erfolg.

Behörde will Kosten prüfen

Die Behörde möchte erst ein unabhängiges Institut klären lassen, welche Kosten den Caterern tatsächlich entstehen. Die CDU-Schulexpertin Birgit Stöver warnt allerdings bereits: die Haltung des Senats dürfe nicht dazu führen, dass in der Ganztagsbetreuung minderwertiges Essen angeboten werde.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 09.01.2020 | 06:00 Uhr

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