Stand: 08.01.2019 06:33 Uhr

CDU sieht Probleme bei Finanzierung der U5

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So sieht der Entwurf für einen künftigen Bahnsteig der U-Bahn-Linie 5 aus.

Bei den Planungen für die künftige U-Bahnlinie 5, die auf rund 30 Kilometern von Bramfeld nach Osdorf verlaufen soll, ist ein nächster Schritt gemacht: Der Hamburger Verkehrsbehörde liegt inzwischen eine Machbarkeitsstudie zum Mittelstück der Linie zwischen Barmbek und Lokstedt vor.

Doppelt so teuer wie geplant?

Doch noch bevor Einzelheiten aus der Studie bekannt werden, kommt Kritik von der Opposition: Der CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Dennis Thering ist sich sicher, dass die U5 mit sieben Milliarden Euro doppelt so teuer werde wie geplant. Das habe er aus der Verkehrsbehörde erfahren. Deren Sprecher Christian Füldner will das nicht kommentieren: "Was die Kosten angeht, lassen sich seriöse Angaben natürlich erst machen, wenn die Vorentwurfsplanung abgeschlossen ist." Das sei 2020 der Fall.

Zwickmühle bei der Finanzierung

Bei der Finanzierung muss die Stadt Hamburg möglicherweise auf Millionenförderungen des Bundes verzichten. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Christoph Ploß warnt vor einer Zwickmühle, in der sich der rot-grüne Senat befinde. Denn der Bund übernimmt für die geplante U5 nur dann 60 Prozent der Kosten, wenn ausreichend viele Bürger in der Nähe der Stationen wohnen. Doch die Planungen sind erst für ein Teilstück fertig. Wenn die rund 30 Kilometer lange Strecke jedoch nur in Teilen beim Bund eingereicht würde, könnten manche Abschnitte keine Förderung erhalten, meinte Ploß. Denn nicht überall wohnten ausreichend viele Menschen. Warte der Senat hingegen, bis alle Planungen fertig sind, vergehe viel Zeit. Ploß forderte den Senat deswegen auf, schnell Pläne nach Berlin zu schicken.

Die Verkehrsbehörde will an den bisherigen Planungen festhalten. Der östliche Abschnitt zwischen Bramfeld und City Nord soll ab 2021 gebaut werden, sechs Jahre später sollen dort die ersten U-Bahnen rollen. Und zwar sehr häufig, im Idealfall alle 90 Sekunden. Im März will die Behörde Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren abgeben. Dann können sich auch die Bürger beteiligen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 08.01.2019 | 06:00 Uhr

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