Stand: 20.08.2019 06:20 Uhr

CDU kritisiert Inlandsflüge des Hamburger Senats

Knapp 580 Mal haben Hamburger Senatoren und Staatsräte in den vergangenen viereinhalb Jahren einen Flug gebucht. Ziele in Übersee oder im europäischen Ausland machen gut die Hälfte aus. Rund 250 Mal ging es seit 2015 zu innerdeutschen Zielen. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine Anfrage der CDU hervor.

Staatsrätin Gümbel mit den meisten innerdeutschen Flügen

Spitzenreiterin bei Inlandsflügen unter den Staatsräten ist den Angaben zufolge Eva Gümbel (Grüne) aus der Wissenschaftsbehörde. 20 Inlandsflüge gingen demnach auf das Konto der Staatsrätin von Grünen-Spitzenkandidatin und Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank. Vergleichsweise häufig war auch Kultursenator Carsten Brosda (SPD) im Flugzeug innerhalb Deutschlands unterwegs. Am wenigsten im Inland geflogen sind Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) und Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD).

Trepoll spricht von Doppelmoral

CDU-Fraktionschef Andre Trepoll sagte, beim rot-grünen Senat sei in Sachen Flug-Einsparung noch Luft nach oben. Er sprach von Doppelmoral. Wer Klimaschutz predige, könne nicht gleichzeitig Kurzstrecke fliegen. Wer den Deutschen Inlandsflüge am liebsten ganz verbieten möchte, wie einige führende Grüne, der sollte bei sich selbst anfangen, so Trepoll. Die Grünen hatten im Juli ein Positionspapier vorgelegt, in dem sie darlegen, wie sie mit besseren Angeboten für Bahnreisende erreichen wollen, dass weniger geflogen wird.

Laut Hamburgischem Reisekostengesetz muss die Nutzung des Flugzeugs aus dienstlichen und wirtschaftlichen Gründen notwendig sein - etwa, wenn dadurch Übernachtungskosten gespart werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 20.08.2019 | 06:00 Uhr

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