Container auf dem Gelände der Flüchtlingsunterkunft. © TV News Kontor Foto: Screenshot

CDU bemängelt Bedingungen für Geflüchtete in Hamburg

Stand: 28.01.2021 11:49 Uhr

Trotz Corona-Pandemie müsse der Hamburger Senat mehr für die Integration tun, fordert die CDU. Geflüchtete würden in Hamburg zu lange und häufig zu beengt in Flüchtlingsunterkünften leben.

Andreas Grutzeck beim NDR Kandidat*innen-Check. © NDR Foto: NDR
Gefüchtete leben in Hamburg zu lange in einer Warteschleife, findet Andreas Grutzeck, integrationspolitischer Sprecher der CDU.

Durchschnittlich sind es mehr als vier Jahre, die ein Flüchtling durchschnittlich in einer öffentlich-rechtlichen Unterkunft in der Stadt lebe, so die Antwort des Senats auf Anfrage der CDU. Zählt man die Zeit in der Erstaufnahme dazu, sind es sogar fünf Jahre, in der die Menschen in Gemeinschaftsunterkünften leben, in denen sie sich Küche und Bad mit anderen teilen müssen.

Trotz Pandemie zu eng belegt

Das sei keine gute Entwicklung, findet Andreas Grutzeck, integrationspolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion. Die Geflüchteten lebten zu lange in einer Warteschleife. Zudem seien die Flüchtlingsunterkünfte trotz Pandemie zu eng belegt, kritisiert Grutzeck. Das sei nicht tragbar. Wenn die Unterkunftsplätze zu 98 Prozent belegt seien, könnten Geflüchtete sich nicht vor Infektionen schützen. Er forderte den Senat auf, seinen "integrationspolitischen Sonntagsreden" auch Taten folgen zu lassen.

4.000 Geflüchtete kamen 2020

Derzeit leben rund 30.000 Menschen in städtischen Unterkünften. Im vergangenen Jahr kamen knapp 4.000 Geflüchtete nach Hamburg, die meisten von ihnen aus Afghanistan, Ghana, Albanien und Syrien.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 28.01.2021 | 13:00 Uhr

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