Bundesumweltminister Svenja Schulze mit Hamburgs Umnweltsenator Jens Kerstan (l.) und Wirtschaftssenator Michael Westhagemann bei einem Werksbesuch beim Stahlkonzern ArcelorMittal im Hamburger Hafen. © NDR Foto: Anja Grigoleit

Bund will umweltfreundliche Stahlproduktion in Hamburg fördern

Stand: 07.09.2021 19:28 Uhr

Grüner Stahl, klimaneutral hergestellt. Das plant der Konzern ArcelorMittal in seinem Werk im Hamburger Hafen. Die Bundesregierung will das finanziell unterstützen. Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) sagte bei einem Besuch zu, dass mit 55 Millionen Euro vom Bund zu rechnen sei.

Das Ziel ist klar: Das Hamburger Stahlwerk ArcelorMittal will pro Jahr 800.000 Tonnen CO2-Emissionen einsparen. Die Energie zur Stahlherstellung soll nicht mehr aus Kohle oder Erdgas kommen, sondern künftig aus Wasserstoff. Der Umbau sei "eine riesige Herausforderung", sagte Schulze bei ihrem Werksbesuch am Dienstag. Aber es sei auch eine Chance, in Zukunft am Markt zu bestehen.

"Grüner Stahl wird deutlich teurer als traditionell hergestellter", betonte Uwe Braun, Chef des Hamburger Stahlwerks. Insgesamt sollen an dem Standort in Waltershof in den Bau einer ersten wasserstoffbasierten Anlage 110 Millionen Euro investiert werden. Dass der Bund jetzt die Hälfte des Geldes dazu geben will, begrüßten sowohl Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) als auch Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne), die Schulze begleiteten. Wer Klimaschutz betreibe, investiere in den Standort und sichere Arbeitsplätze, betonten beide Senatoren.

Die Europäische Kommission muss den Förderplänen der Bundesregierung noch zustimmen. Und dann könnte 2025 die Produktion von grünem Stahl aus Hamburg anlaufen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 07.09.2021 | 19:00 Uhr

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