Ein umgebauter Zug des Pilotprojektes "Digitale S-Bahn Hamburg" steht in einer Halle des S-Bahn-Instandhaltungswerkes in Hamburg. © picture alliance / dpa Foto: Ulrich Perrey

Bund fördert Digitalisierung des Hamburger S-Bahn-Systems

Stand: 04.12.2020 14:51 Uhr

Es ist ein bundesweites Pilotprojekt: Hamburg testet ein digitalisiertes S-Bahn-System. Und für die Planung gibt es nun auch Geld vom Bund.

Seit gut einem Monat sind sie testweise zwischen Berliner Tor und Bergedorf-Aumühle unterwegs: vier S-Bahn-Züge, die per Computer gesteuert werden. Ein Lokführer ist nur für den Fall von Störungen an Bord. Damit die Planungen jetzt auch für ganz Hamburg vorangehen, investiert der Bund 6,7 Millionen Euro. Ansonsten wäre eine Planungslücke entstanden, wie der Hamburger CDU-Bundestagsabgeordnete Rüdiger Kruse erklärte. Gemeinsam mit Metin Hakverdi von der SPD hatte Kruse die Finanzierung im Haushaltsausschuss angeschoben.

Ziel: 20 Prozent mehr Züge

Durch die Digitalisierung sollen etwa 20 Prozent mehr Züge fahren können, und zwar ohne dass neue Gleise nötig sind. Laut S-Bahn-Chef Kay Uwe müssen aber Stellwerke modernisiert, die neue Streckentechnik eingerichtet und Waggons umgebaut werden. Zum ITS-Weltkongress im Herbst 2021 soll dann auch der Testbetrieb mit Fahrgästen starten.

Die bisherigen Projektkosten von etwa 60 Millionen Euro teilen sich die Stadt Hamburg, Siemens und die Deutsche Bahn. Wenn sich das System in Hamburg bewährt, will die Bahn den gesamten Schienenverkehr in Deutschland digitalisieren.

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Ein umgebauter Zug des Pilotprojektes "Digitale S-Bahn Hamburg" steht in einer Halle des S-Bahn-Instandhaltungswerkes in Hamburg. © picture alliance / dpa Foto: Ulrich Perrey

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 04.12.2020 | 14:00 Uhr

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