Das Hamburger Rathaus.

Bürgerschaft: Kampf gegen Klimawandel trotz Corona wichtig

Stand: 25.11.2020 20:21 Uhr

Die Bekämpfung des Klimawandels darf nicht in den Schatten von Corona geraten: Darin sind sich die Abgeordneten der Hamburgischen Bürgerschaft am Mittwoch weitgehend einig gewesen. Doch wie das gelingen soll - dazu gab es unterschiedliche Meinungen.

Für 25 Millionen Euro bringe Hamburg erste Maßnahmen des Klimaplans an den Start, etwa für die bessere Nutzung von Wind zur Gewinnung von sauberer Wasserstoff-Energie, meinte die SPD. Die Umweltexpertin der Grünen, Andrea Nunne, hob ausgerechnet die umstrittenen 24 Planstellen hervor - für Klimabeauftragte der Bezirksämter: "Wir brauchen sie in den Bezirksämtern, damit unsere Schulradwege geplant und unsere Magistralen von autogerechten zu klimagerechten Zonen umgebaut werden."

Zu wenig erreicht und zu wenig geplant?

Kritisch war dagegen Stephan Gamm von der CDU. Er beklagte, "wie wenig die grüne Umweltbehörde in den vergangenen fünf Jahren für einen nachhaltigen Klimaschutz erreicht" habe. Aus Sicht des Linken-Abgeordnete Stephan Jersch ist der Klimaplan unterfinanziert. "Dann ist das doch eher wie mit einem alten Auto: Sie schieben es an und es bleibt an der nächsten Kreuzung schon wieder liegen."

AfD sieht zu hohe Ausgaben

Für die AfD ist Hamburgs Klimaplan dagegen angesichts der Corona-Krise viel zu teuer. Es werde dafür nicht zu wenig, sondern zu viel Geld ausgegeben, kritisierte Thomas Reich. Angesichts der Corona-Kosten verschärfe Hamburgs teurer Klimaplan die Wirtschaftskrise.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 26.11.2020 | 06:00 Uhr

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