Stand: 29.06.2020 20:39 Uhr

Boeddinghaus hofft auf "kluge Lösungen" bei Airbus

Sabine Boeddinghaus, die Fraktionschefin der Hamburger Linken © dpa Foto: Markus Scholz
Hofft, dass es bei Airbus in Hamburg möglichst nicht zu Kündigungen kommt: Sabine Boeddinghaus, Fraktionschefin von Hamburgs Linken.

Der geplante Sparkurs beim Flugzeugbauer Airbus bereitet der Hamburger Politik große Sorgen. Das sei unfassbar bitter, was da auf die Beschäftigten zukommen könnte, sagte die Fraktionschefin der Linken, Sabine Boeddinghaus, im Sommerinterview mit NDR 90,3. Sie hofft auf kluge Lösungen für den Standort Hamburg, damit es möglichst nicht zu Kündigungen kommt. "In der Verantwortung für die Beschäftigten muss da ein großes Gesamtpaket geschnürt werden. Es kann nicht sein, dass die Menschen jetzt in ihrer Existenz betroffen sind", sagte Boeddinghaus.

VIDEO: Sommerinterview mit Sabine Boeddinghaus (10 Min)

Airbus steht wegen der Corona-Krise vor einem massiven Sparprogramm. Zwei Jahre lang soll die Produktion um 40 Prozent gedrosselt, Tausende Arbeitsplätze sollen gestrichen werden. Das hat Airbus-Chef Guillaume Faury in der Tageszeitung "Die Welt" angekündigt. Was genau die Entscheidung für den Standort Hamburg bedeutet, ist noch nicht bekannt. 

Scharfe Kritik an Innensenator Andy Grote

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Ein Mikrofon im Studio von NDR 90,3.  Foto: Larissa Gumgowski

Sommerinterviews bei NDR 90,3 und im Hamburg Journal

NDR 90,3 und das Hamburg Journal haben Hamburger Politikerinnen und Poliker zum Sommerinterview getroffen. Hier finden Sie die Gespräche im Überblick. mehr

Hart ins Gericht geht die Linken-Politikerin noch einmal mit Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD). Nach der Affäre um seinen Kneipen-Abend mit Freunden fehle hm Größe und Anstand um zurückzutreten. "Es kann nicht sein, dass ein Innensenator wöchentlich in der Pressekonferenz den Hamburgerinnen und Hamburgern ins Gewissen redet und dann pfeift er selber La Paloma auf die Regeln", so Boeddinghaus. Sie spricht von einer Senatskrise, die jetzt auch zur Krise für Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) selbst werde.

Grote hatte sich nach seiner Wiederernennung mit etwa 30 Freunden zu einem gemeinsamen Gastronomiebesuch verabredet und steht seither in der Kritik.

Sabine Boeddinghaus, Fraktionschefin der Hamburger Linken, steht in der Hamburgischen Bürgerschaft © dpa Foto: Georg Wendt
AUDIO: Boeddinghaus im Sommerinterview bei NDR 90,3 (8 Min)
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Airbus-Beschäftigte arbeiten in Hamburg im Werk in Finkenwerder in der Endmontagelinie der A320-Familie. © dpa Foto: Christian Charisius

Airbus: Gewerkschaft fordert Klarheit über Kürzungen

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Anette von Koeverden im Studio von NDR 90,3 © NDR Foto: Marco Peter

Kommentar: Tschentscher hält an Grote fest

Für seine Stehparty in Corona-Zeiten hat Andy Grote sich entschuldigt, zurückgetreten ist er nicht. Auch Bürgermeister Peter Tschentscher hält an ihm fest. Ein Kommentar von Anette van Koeverden. (27.06.2020) mehr

Andy Grote spricht im Rathaus in ein Mikrofon. © NDR

Grote lehnt Rücktritt ab

Im Innenausschuss hat sich Hamburgs Innensenator Grote nochmal für seinen umstrittenen Stehempfang entschuldigt. Er habe aber keine Corona-Regeln verletzt, sagte er. Einen Rücktritt lehnte er ab. (25.06.2020) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 29.06.2020 | 11:00 Uhr

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