Stand: 02.03.2020 17:56 Uhr

Blindgänger auf Hamburger Firmengelände entschärft

Auf dem Gelände einer Raffinerie im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg haben Spezialisten am Montag erneut eine Weltkriegsbombe entschärft. Der 500 Pfund schwere Sprengkörper mit zwei Aufschlagzündern war nach Angaben der Feuerwehr bei Sondierungsarbeiten entdeckt worden. Für die Entschärfung wurden im Umkreis von 300 Metern zwei Betriebe geräumt, Wohnhäuser waren nicht betroffen. Die Hohe-Schaar-Straße wurde im Bereich zwischen Georg-Wilhelm-Straße und Kattwykdamm vorübergehend gesperrt.

VIDEO: Darum geht's: Blindgänger (2 Min)

Schiffsverkehr auf der Elbe eingeschränkt

Um 17.17 Uhr konnte der Blindgänger nach Angaben eines Feuerwehrsprechers erfolgreich unschädlich gemacht werden. Anschließend wurden alle Sicherheitsmaßnahmen sofort wieder aufgehoben. Auch der Schiffsverkehr auf der Süderelbe und der Verkehr auf der Hafenbahn lief wieder an. Die Bombe war am Montagmittag bei der gezielten Suche im selben Sondierungsfeld gefunden worden, wie ein anderer Blindgänger in der vorigen Woche. Das Baufeld wurde gezielt nach Weltkriegsbomben abgesucht, weil die Auswertung von Luftbildern entsprechende Hinweise erbracht hatte.

Kampfmittelsondierung auf Grundstücken ist Pflicht

Eigentümerinnen und Eigentümer von Grundstücken sind in Hamburg dazu verpflichtet, Gefahren und Schäden Dritter durch Kampfmittel auf dem Grundstück zu beseitigen beziehungsweise zu verhindern. Für die Beurteilung des Gefährdungspotenzials von Flächen durch Kampfmittel und Munition aus dem Zweiten Weltkrieg ist das Referat "Gefahrenerkundung und Kampfmittelverdacht" der Hamburger Feuerwehr zuständig.

Weitere Informationen
Zwei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg liegen nach einer Entschärfung bereit zum Abtransport. © Feuerwehr Belm/Hendrik Seeger Foto: Hendrik Seeger

Hamburgs Bombensucher: Noch 100 Jahre Arbeit

Die Feuerwehr Hamburg betreibt die größte Luftbildauswertungsstelle Deutschlands. 11.000 Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg hat sie schon aufgespürt - mindestens 3.000 werden noch gesucht. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 02.03.2020 | 18:00 Uhr

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