Stand: 16.03.2020 14:32 Uhr

Bezirksämter in Hamburg halten Betrieb aufrecht

Hamburgs öffentlicher Dienst ist trotz des Coronavirus nur wenig eingeschränkt, die Bezirksämter sind geöffnet. "Unser Dienstbetrieb bleibt vorerst erhalten. Wir klären gerade, welche Mitarbeiter fehlen, weil sie krank sind, im Risikogebiet waren oder keine Kinderbetreuung haben," sagte Kay Becker vom Bezirksamt Eimsbüttel am Montag zu NDR 90,3. Alle Abteilungen seien aktiv.

Gesundheitsamt arbeitet unter Hochdruck

Erst wenn der Senat die Pandemie-Planung ausrufe, würden zum Beispiel keine Bauanträge mehr geprüft, sondern nur noch die Gesundheitsfürsorge vorangetrieben. Das Gesundheitsamt arbeitet unter Hochdruck. "Telefonieren, telefonieren, telefonieren" sei der Job. Man versuche, Infektionsketten nachzuvollziehen und Infizierte aufzuklären, was jeweils eine halbe Stunde brauche.

Das Bezirksamt Eimsbüttel richtete für das Gesundheitsamt zusätzliche Arbeitsplätze ein. Lebensmittel-Kontrolleure und Amtstierärzte werden qualifiziert, um gegebenenfalls im Gesundheitsamt auszuhelfen.

Kundenzentren eher leer

Kundenzentren, wie das Einwohnermeldeamt Harburg, sind eher leer. Doch in den Ausländer-Abteilungen sind die Warteräume voll. Wegen der Sprachbarriere wissen viele Migrantinnen und Migranten noch nicht gut Bescheid. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen nun zusätzlich Stühle in die Flure, um einen Mindestabstand zu wahren.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 16.03.2020 | 12:00 Uhr

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