Das Bezirksamt des Bezirks Hamburg-Nord. © picture alliance / dpa Foto: Daniel Bockwoldt

Bezirk Hamburg-Nord: Streit über Neubaugebiet

Stand: 22.02.2021 17:01 Uhr

Es gibt Streit über ein Neubaugebiet im Hamburger Stadtteil Langenhorn. Dort ist der Bau von 700 neuen Wohnungen geplant. Die CDU wirft dem Bezirk Hamburg-Nord vor, die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern zu umgehen.

Bezirksamtsleiter Michael Werner-Boelz (Grüne) hatte den Senat eingeschaltet und um Weisung gebeten. Ein Vorgang der möglich, aber nicht nötig ist. Die Begründung: Das letzte große Neubaugebiet im Bezirk Hamburg-Nord hätte Bedeutung für ganz Hamburg. CDU-Landeschef Christoph Ploß, in dessen Wahlkreis das Neubaugebiet fällt, kritisiert nun, dass durch diese Weisung quasi auf Bestellung Bürgerrechte durch die Hintertür ausgehebelt würden, weil Bürgerbegehren gegen das Neubaugebiet am Diekmoor nun auf Landesebene durchgeführt werden müssen.

Werner-Boelz rechtfertigte sein Vorgehen im Gespräch mit NDR 90,3, dass er frühzeitig Klarheit schaffen wollte. Das sei auch fairer gegenüber denen, die ehrenamtlich Zeit in ein Bürgerbegehren investierten, welches der Senat im Nachhinein noch kippen könnte.

Gespräche über Alternativen für Kleingärtner

Noch haben auf dem zukünftigen Neubaugebiet in Langenhorn Kleingärtner Platz. Sie werden ihre Parzellen zum großen Teil räumen müssen. Es gibt Gespräche mit dem Bezirk über einen Ausgleich und alternative Flächen.

Weitere Informationen
Eine Karte zeigt eine Fläche im Hamburger Stadtteil Langenhorn, auf der Wohnungen gebaut werden sollen.

700 neue Wohnungen in Langenhorn geplant

Im Hamburger Stadtteil Langenhorn sollen 700 Wohnungen gebaut werden, wo jetzt eine Kleingartenkolonie steht. Es regt sich Widerstand. (17.02.2021) mehr

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 22.02.2021 | 17:00 Uhr

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