Stand: 28.12.2019 07:26 Uhr

Bezirk Eimsbüttel entwickelt soziales Leitbild

Der Bezirk Eimsbüttel entwickelt als erster Bezirk in Hamburg ein soziales Leitbild. Bezirksamtsleiter Kay Gätgens (SPD) will damit genauer steuern, wo Kitas, Nachbarschaftstreffs und Sportplätze gebaut werden. Die soziale Zielvereinbarung bis zum Jahr 2040 war seine Idee. Nun kann Gätgens sie auch selbst voranbringen, weil er sich zweimal im Misstrauensvotum gegen Katja Husen (Grüne) durchgesetzt hat.

Bedarf genauer steuern

Aber was genau will Gätgens überhaupt mit dem sozialen Leitbild regeln? Der SPD-Politiker erklärt: "Dabei geht es um Sport, Schulen, Kitas, aber auch um das soziale Miteinander wie Gesundheit und Ehrenamt, all diese Dinge wollen wir entwickeln". Ein Beispiel ist der Neubau von Kindertagesstätten. Bislang konnten Betreiber bauen, wo sie wollten. Viele bevorzugten dabei die wohlhabenden Stadtteile.

Äußere Stadtteile nicht benachteiligen

Nach Angaben von Gätgens wird sich dies ändern. "Wenn in bestimmten Stadtteilen nicht genug Kita-Plätze vorhanden sind, werden wir versuchen, mit den Trägern an gewissen Standorten den Kitabedarf zu erfüllen. Beim Sport achtet das Bezirksamt schon auf die äußeren Stadtteile. So bekommt Eidelstedt am Steinwiesenweg eine Bewegungs-Kita und einen Sport-Schulhof für das Gymnasium Dörpsweg.

Weitere Informationen
Blick aus der Luft auf den neuen A7-Deckel in Hamburg-Schnelsen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 28.12.2019 | 07:00 Uhr

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