Stand: 17.09.2019 20:46 Uhr

Bewährungsstrafe nach Pfandflaschen-Betrug

Ein 42-Jähriger früherer Geschärftsführer einer Getränkefirma in Hammerbrook ist wegen Betrugs zu einer Bewährungsstrafe von sieben Monaten verurteilt worden. Das Amtsgericht St. Georg sah es als erwiesen an, dass er in seiner Firma fast 300.000 Flaschen zuviel abgerechnet hatte.

Manipulierte Automaten auf Firmengelände

Der Ablauf zweier Pfandautomaten auf dem Betriebsgelände der Firma war demnach manipuliert worden: Die Flaschen liefen immer wieder im Kreis. Mit den zuviel abgerechneten Flaschen habe der Angeklagte einen Schaden von 72.000 Euro verursacht. Das Geld soll nun bei dem Mann, der heute Lagerarbeiter ist, eingezogen werden.

Vielzahl von Pfandbetrugs-Fällen

Die Richter schränkten ein, dass letztlich nicht nachzuweisen sei, ob der Angeklagte persönlich die Pfandautomaten manipuliert hatte. Als Geschäftsführer müsse er sich den Betrug aber zurechnen lassen. Diese Form des Pfand-Abrechnungsbetruges kommt offenbar häufiger vor. Der Richter sagte in der Verhandlung, dieser Prozess reihe sich in eine Vielzahl solcher Pfandbetrugs-Fälle ein. Die Getränkefirma in Hammerbrook hat inzwischen Insolvenz angemeldet.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | 17.09.2019 | 18:00 Uhr

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