Stand: 13.11.2018 07:20 Uhr

Baustart: Schutz für Schierlingswasserfenchel

Auf der Insel Kaltehofe in der Billwerder Bucht haben die Bauarbeiten zum Schutz des Schierlingswasserfenchels begonnen. Nach einem Gerichtsurteil ist die Stadt Hamburg dazu verpflichtet, neue Flächen für die bedrohte Pflanzenart zu schaffen, bevor sie mit der Elbvertiefung beginnen darf.

Neue Flächen für Pflanze

Laut einem Urteil des Leipziger Bundesverwaltungsgerichts müssen 200 Pflanzen einen neuen Standort finden. Deshalb will die Hafenverwaltung Hamburg Port Authority (HPA) dafür sorgen, dass der Schierlingswasserfenchel in den Becken eines alten Wasserwerks wächst. Die sensible Pflanze braucht einen regelmäßigen Wechsel von Ebbe und Flut.

Dafür werden zwei Becken des stillgelegten Wasserwerks an den nahen Holzhafen angeschlossen. Die HPA will zudem den Beton- und Ziegelboden der Becken abtragen und sie tiefer ausbaggern. Am Ende der Bauarbeiten sollen vor Ort neue Schierlingswasserfenchel ausgesät werden.

Stephan Heller zur Elbvertiefung. © NDR Foto: Screenshot

Was passiert bei der Elbvertiefung?

NDR 90,3 - NDR 90,3 Aktuell -

Die erneute Elbvertiefung ist seit Jahren ein Zankapfel zwischen der Hafenwirtschaft und Umweltschützern. Doch warum ist sie überhaupt notwendig und was genau passiert da?

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Arbeiten dauern bis 2021

Allerdings werden sich die Bauarbeiten bis zum März 2021 hinziehen, wie HPA-Projektleiter Marc Kindermann berichtete. Denn die Bagger können nur im Winter rollen - im Sommer brüten auf dem Areal 600 Kormorane. Die Bauarbeiten kosten laut HPA mehrere Millionen Euro.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 13.11.2018 | 11:00 Uhr

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