Stand: 14.08.2019 15:42 Uhr

Bauforum berät über Hamburgs Magistralen

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"Enstellte Räume": Magistralen gelten bislang in Hamburg nicht als attraktiv.

Von der Hauptverkehrsstraße zum Boulevard: Beim 7. Bauforum vom 19. bis 24. August in Hamburg werden Architekten, Stadt-, Landschafts- und Verkehrsplaner sieben Hamburger Magistralen in den Blick nehmen. Solche Verkehrsadern führen zum Beispiel von Rissen zum Holstenplatz oder von Bergedorf zu den Deichtorhallen. Bei dem Bauforum gehe es darum, kreative Visionen für diese Stadträume zu entwickeln, sagte Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) am Mittwoch.

Die Grindelallee in Hamburg

Neue Ideen für Hauptverkehrsadern

Hamburg Journal 18.00 -

Bauforum zu Magistralen: Bei einer Konferenz in der kommenden Woche wollen Experten Ideen sammeln, wie die Hauptverkehrsadern in Hamburg attraktiver werden können.

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"Entstellte Räume hinterlassen"

"Wir haben dort entstellte Räume hinterlassen", ergänzte Oberbaudirektor Franz-Josef Höing. Magistrale klinge fast wie Champs-Élysées (Paris), was aber in Hamburg zu sehen sei, sei eine Bankrotterklärung. "Wir wollen es dabei aber nicht belassen", sagte Höing. Darum sollen in den Deichtorhallen "kreative Köpfe" zusammenkommen, um die Magistralen mit ihren rund 140.000 Anwohnern neu zu interpretieren. Verkehrsachsen seien eine Herausforderung der Stadtentwicklung in vielen internationalen Metropolen, erläuterte der Oberbaudirektor. "Wie schaffen wir es, aus diesen immissionsbelasteten Räumen attraktive, großstädtische Lebensadern zu entwickeln?", laute die Fragestellung.

Kostenloses öffentliches Programm

Das Bauforum sei dabei kein Wettbewerb mit engen Vorgaben. Vielmehr gehe es darum, Ansätze für die Entwicklung dieser Stadträume exemplarisch aufzuzeigen. Parallel zu der Arbeit der Teams gibt es ein kostenloses, öffentliches Programm mit Vorträgen, Diskussionen, Dokumentarfilmen und Magistralen-Wanderungen.

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hatte jüngst bei der Immobilienwirtschaft für eine weitere Bebauung entlang der Hauptverkehrsstraßen geworben. Sie könnten intensiver genutzt werden, weil es dort schon öffentliche Nahverkehrsangebote für potenzielle neue Anwohner gebe, sagte Tschentscher. Die oppositionellen CDU- und FDP-Fraktionen in der Bürgerschaft verwiesen am Mittwoch vor allem darauf, dass entlang der Hauptverkehrsstraßen viel neuer Wohnraum geschaffen werden könne.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 14.08.2019 | 18:00 Uhr

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