Stand: 07.05.2020 13:05 Uhr  - NDR 90,3

Bahrenfelder Forsthaus abgefackelt: Pächter verurteilt

Das Hamburger Landgericht hat die Pächter des vor fünf Jahren abgebrannten Bahrenfelder Forsthauses am Donnerstag wegen Brandstiftung und versuchten Versicherungsbetruges zu Haftstrafen verurteilt. Der Pächter soll drei Jahre und acht Monate in Haft, ebenso ein Verwandter, der das Feuer gelegt hatte. Die Ehefrau des Pächter wurde zu dreieinhalb Jahren verurteilt.

Pächter-Ehepaar ging leer aus

Der damalige Eigentümer des Bahrenfelder Forsthauses reiste zur Urteilsverkündung nach Hamburg an. Den Moment habe er sich nicht entgehen lassen wollen, sagte er. Auch gegen ihn hatte die Staatsanwaltschaft zwischenzeitlich ermittelt. Später hatte ihm die Versicherung den Schaden ersetzt. Das Pächter-Ehepaar hingegen hat nie Geld von der Versicherung bekommen. Dabei sei das das Motiv ihrer Tat gewesen, sagte die Vorsitzende Richterin am Donnerstag.

Fünf Monate der verhängten Haft erlassen

Feuerwehrleute löschen in Hamburg das in Brand stehende "Bahrenfelder Forsthaus" © dpa-Bildfunk Foto: Daniel Bockwoldt
Etwa 70 Feuerwehrleute waren vor fünf Jahren im Einsatz, um den Großbrand zu löschen.

900.000 Euro hätten die Pächter kassieren wollen. Das Feuer habe der Verwandte für sie gelegt, der jetzt auch verurteilt wurde. Es sollte nach einem Einbruch aussehen, doch die Sache flog auf. Mit dem Gasthof war auch ein Traum der Angeklagten in Flammen aufgegangen. Die hätten immer von einem eigenen Lokal geträumt, so die Vorsitzende Richterin. Doch das Restaurant lief schlecht.

Da sich das Verfahren so lange hingezogen hat, werden den Angeklagten fünf Monate der verhängten Haft erlassen. Die Verteidiger prüfen nun Rechtsmittel.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 07.05.2020 | 12:00 Uhr

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