Ein Segelschiff wird von Schleppern gezogen. © TeleNewsNetwork

BSU registriert mehr Unfälle mit Jachten und Booten

Stand: 16.06.2021 11:29 Uhr

Ob Motorjacht oder gechartertes Segelboot: Die Zahl der Unfälle mit gewerblichen Sportbooten ist im vergangenen Jahr sprunghaft angestiegen. Das geht aus dem Jahresbericht der Hamburger Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) hervor.

Fast drei Mal so viele Unfälle wie in den Jahren zuvor hat die BSU mit Sitz an der Bernhard-Nocht-Straße auf St. Pauli 2020 registriert. Zurückzuführen sei das auf die Corona-Pandemie, meinen die Ermittlerinnen und Ermittler. Pauschalreisen oder Urlaub im Hotel waren lange Zeit nicht möglich. Deshalb haben viele Deutsche Sportboote gechartert. Die Häfen an Nord- und Ostsee waren deshalb voller als sonst. Und die fehlende Erfahrung vieler Hobbyskipper ist nach Ansicht der BSU dafür verantwortlich, dass es fast 20 meldepflichtige Unfälle mit Sportbooten gab.

Am häufigsten hat es auf der Ostsee gekracht, aber auch in der Elbmündung gab es Unfälle. So sank die legendäre frühere Admiral's-Cup-Jacht "Rubin" vor Cuxhaven, nachdem sie eine Tonne gerammt hatte.

Bei Handelsschiffen weniger Unfälle

Bei Handelsschiffen und in der Fischerei dagegen geht die Zahl der Seeunfälle zurück, die Zahl der Opfer ist so niedrig wie nie zuvor. Im vergangenen Jahr starb ein Mann, als er ohne Rettungsweste über die Reling eines Fischkutters stürzte.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 16.06.2021 | 12:00 Uhr

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