Stand: 11.09.2020 11:30 Uhr  - NDR 90,3

Automobilzulieferer Schaeffler: Standort Hamburg droht das Aus

Der angekündigte Stellenabbau beim Automobilzulieferer Schaeffler könnte das Aus für den Standort des Konzerns in Hamburg bedeuten. Im Stadtteil Billbrook arbeiten zurzeit noch mehr als 100 Beschäftigte.

In Hamburg, Köln sowie im hessischen Langen wird die Ersatzteil- und Reparatur-Sparte von Schaeffler bearbeitet, der Bereich heißt "Automotive Aftermarket". Nach Informationen von NDR 90,3 sollen die insgesamt rund 150 Stellen in Hamburg und Köln auf 100 reduziert werden. Die verbleibenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen außerdem zukünftig vom Homeoffice aus arbeiten. Bereits seit längerer Zeit steht nach Angabe des Betriebsrats fest, dass Ende Januar 2021 ein Lager in Hamburg geschlossen wird. Schaeffler könnte die Betriebsstätte am Billbrookdeich also ganz schließen.

Insgesamt 4.400 Stellen sollen gestrichen werden

Schaeffler hatte vor zwei Tagen angekündigt, 4.400 Stellen in Deutschland und Europa zu streichen. Am kommenden Mittwoch ist mit der IG Metall ein Aktionstag geplant. Vor allen Standorten soll gegen drohende Schließungen demonstriert werden. Der Betriebsrat verweist auf eine Zukunftsvereinbarung mit dem Arbeitsgeber aus dem Jahr 2018, die betriebsbedingte Kündigungen bis 2022 weitgehend ausgeschlossen haben soll.

Weitere Informationen
Der Eingangsbereich des Hauptsitzes der Schaeffler AG. © dpa Foto: Daniel Karmann

Clausthal-Zellerfeld: Schaeffler will Werk schließen

Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler streicht in den kommenden anderthalb Jahren weitere 4.400 Arbeitsplätze. Das Werk in Clausthal-Zellerfeld soll dichtgemacht werden. (09.09.2020) mehr

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 11.09.2020 | 12:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

Bauarbeiten an der A7

A7-Sperrung: Zeitweise stockender Verkehr

Noch bis Montag um 5 Uhr ist die Autobahn 7 voll gesperrt: Seit Freitagabend sind zwischen Hamburg-Volkspark und -Heimfeld Spezialfirmen mit Arbeiten beschäftigt. Auch der Elbtunnel ist dicht. mehr

.

Demonstranten: "Reiche müssen für Krise zahlen"

In Pöseldorf haben Menschen dafür demonstriert, dass reiche Menschen Geld geben, um die Corona-Krise zu bewältigen. Auch Gruppen, die der Verfassungsschutz als linksextrem einstuft, waren bei der Demo dabei. mehr

Menschen demonstrieren in der Hamburger Innenstadt gegen die Corona-Maßnhamen. © NDR Foto: Jörn Straehler-Pohl

Protestierende wollen Corona-Maßnahmen aufheben

Mehrere Hundert Menschen haben am Sonnabend am Jungfernstieg in Hamburg dafür demonstriert, die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie aufzuheben. Auch eine Gegenkundgebung gab es. mehr

Inéz Schaefer und Demian Kappenstein sind Ätna. © Reeperbahnfestival Foto: RBO

Ätna aus Dresden gewinnen den "Anchor"-Award 2020

Das Electronic-Duo Ätna hat sich bei der "Anchor"-Award-Show gegen fünf weitere Nominierte durchgesetzt. Am Ende überzeugte der Sound der Dresdner Band die internationale Jury. mehr