Stand: 28.10.2019 17:42 Uhr  - NDR 90,3

Autofreies Rathausquartier: Positive Resonanz

Verkehrsschilder im Hamburger Rathausviertel zeigen an, dass Autos dort nicht mehr fahren dürfen. © NDR Foto: Karsten Sekund
Keine Durchfahrt: Die autofreie Zone kam bei den Befragten einer Umfrage sehr gut an.

Drei Monate lang waren die Kleine Johannisstraße und die Schauenburger Straße weitgehend autofrei. Wie gut das ankam, überraschte sogar die Initiatoren. Mehr Nachbarschaftsgefühl, ein besseres Image und mehr Lebensqualität - so bewertet die Initiative "Altstadt für alle" die Fußgängerzone im Rathausquartier.

"Win-Win-Situation"

Viel positive Resonanz gab es, sagt Florian Marten von der Initiative "Altstadt für alle" bei der Bilanz des Pilotprojektes. Und viel weniger Auseinandersetzungen vor Ort als erwartet. Er spricht von einer Win-Win-Situation: "Und zwar nicht nur, dass es verkehrlich gut funktioniert hat, sondern dass eine lebendige Innenstadt gelungen ist und die Geschäftsleute, insbesondere die Gastronomen auch noch höhere Umsätze gehabt haben."

Die meisten wollen eine Fortsetzung

Bei einer nicht-repräsentativen Online-Umfrage waren 85 Prozent zufrieden mit dem Autofrei-Experiment. Sogar 93 Prozent der über 800 Teilnehmer wollen eine Fortsetzung. Das will die Initiative aber nicht alleine stemmen, sagte Florian Marten: "Wir wollen einen Anstoß geben und dann soll es eigentlich weitergehen. Wir können uns im nächsten Jahr auch mit einbringen, aber wir sind dieses Jahr an unsere Grenzen gegangen". Ob und wie sich Stadt, Bezirk, Investoren oder Anlieger an einer Neuauflage beteiligen, ist noch unklar.

Ursprünglich mehr Straßen vorgesehen

Ursprünglich sollte das Projekt die Straßen Neß, Neue Burg, Trostbrücke, Schauenburgerstraße, Große Bäckerstraße, Kleine Johannisstraße, Börsenbrücke und Dornbusch umfassen. Doch dann sind es weniger Straßen geworden. Darauf hatten sich die Behörden im Bezirk Hamburg-Mitte mit der Polizei und den Initiatoren im Juli geeinigt.

Die "Altstadt"-Initiative wurde 2016 gegründet und wird getragen durch die Patriotische Gesellschaft von 1765, die Evangelische Akademie der Nordkirche sowie die Gruppe "Hamburg entfesseln!". Sie setzt sich ein für eine "lebendige, lebenswerte und sozial vielfältige Stadt".


28.10.2019 21:00 Uhr

Hinweis der Redaktion: In einer früheren Version dieses Beitrages ist uns ein Fehler unterlaufen. Versehentlich hatten wir ein falsches Audio zu dem Beitrag gestellt. Wir bitten um Entschuldigung!

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 28.10.2019 | 17:00 Uhr

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