"Ottensen macht Platz" Schild in Fußgängerzone

Autoarmes Ottensen: Kosten unklar

Stand: 31.10.2020 13:00 Uhr

Anfang des Jahres hatten die Mehrheit von Grünen und CDU in der Bezirksversammlung Altona dafür gestimmt, dass der Kernbereich von Hamburg-Ottensen dauerhaft zur fast autofreien Zone werden soll. Doch bis heute sind die Kosten des Vorhabens immer noch unklar.

Was soll die fast autofreie Zone in Hamburg-Ottensen kosten? Bis heute ist das nicht klar. Altonas SPD wirft Bezirksamtsleiterin Stefanie von Berg deshalb vor, die Finanzen nicht im Griff zu haben. Ende Januar beendete Hamburgs Verwaltungsgericht den Modellversuch, Ottensens Kern zu einer Art Fußgängerzone zu machen. Ein Dreiviertel Jahr später wollte der SPD-Bezirksabgeordnete Mithat Çapar wissen: Was kosteten die aufgebauten Holzkübel, die Kontrollen, die Bürgerumfragen und die Bearbeitung der vielen Hundert Ausnahme-Anträge. Eine Antwort des Bezirksamts gab es jedoch nicht.

Von Berg: Projekt ist hochkomplex

Laut Çapar wird damit das parlamentarische Auskunftsrecht mit Füßen getreten. Altonas grüne Bezirksamtsleiterin wehrt sich. Stefanie von Berg betonte gegenüber NDR 90,3, das Projekt sei hochkomplex und noch nicht fertig ausgearbeitet. "Es ist nicht sinnvoll, irgendwelche Zwischenstände zu präsentieren, denn es dauert leider so lange, wie es dauert", sagte sie. Man warte immer noch auf Rechnungen. Es solle eine volle Kostentransparenz geben, versprach von Berg.

Die autoarme Zone Ottensen soll zur Dauereinrichtung werden. Und es gibt zumindest eine Kostenpeilung des Amts: eine Million Euro.

 

 

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"Ottensen macht Platz" steht auf einem Asphalt-Schweller auf der Ottensener Hauptstraße. Sie soll ab Anfang Septembe bis Ende Februar 2020 zur temporären Fußgängerzone werden. © picture alliance Foto: Markus Scholz

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 31.10.2020 | 13:00 Uhr

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