Felix Kuhlmann, Auszubildender vom Elektroinstallationsbetrieb Elektro Werk, hält Werkzeug (fotografiert durch eine Kabelrolle). © dpa-Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Ausbildung trotz Corona: Wie geht es 2021 weiter?

Stand: 13.11.2020 11:44 Uhr

Hamburgs Ausbildungsmarkt "pandemiefest" machen. Das haben sich die Schulbehörde und die Handels- sowie Handwerkskammer vorgenommen.

2020 sind mit 716 Ausbildungsstellen fast dreimal so viele nicht vermittelt worden, wie im Vorjahr. Gehakt hat es nach Ansicht der Kammern vor allem im Frühjahr, als Hamburgs Schulabgängerinnen und -abgänger während des Lockdowns Zuhause saßen. Die Berufsorientierung in den Schulen ist für Senator Ties Rabe (SPD) deshalb ein starkes Argument, den Präsenzunterricht auf jeden Fall beizubehalten.

Ausbildung hat auch in Corona-Zeiten Perspektive

Es kommt aber nach Ansicht von Handwerkskammer-Präsident Hjalmar Stemman ebenfalls darauf an, den jungen Menschen deutlich zu machen, dass eine Ausbildung auch in Corona-Zeiten Perspektive hat. Zum Beispiel in der Elektrotechnik haben Betriebe demnach trotz Lockdowns durchgearbeitet. Azubis, die bei einem von der Insolvenz bedrohten Unternehmen arbeiten, können in der Regel an andere Firmen vermittelt werden, betonen Handwerks- und Handelskammer.

5.000 freie Ausbildungsplätze

Fürs kommende Jahr registriert Hamburgs Arbeitsagentur bereits jetzt mehr als 5.000 freie Ausbildungsplätze. Und in den nächsten zwölf Jahren gehen demnach 160.000 Fachkräfte in der Stadt in den Ruhestand.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 13.11.2020 | 12:00 Uhr

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