Stand: 29.03.2020 21:31 Uhr  - Hamburg Journal

Arbeitsagentur-Chef hofft auf Arbeitsplatz-Erhalt

Der Chef der Hamburger Agentur für Arbeit, Sönke Fock, hofft auf einen Arbeitsplatzerhalt während der Coronakrise. "Unser Ziele ist es, über Kurzarbeit Beschäftigung zu sichern", sagte er am Sonntagabend im Hamburg Journal. Unternehmen in Hamburg hätten Angst um ihre Existenz - die Hauptsorge gelte dabei der Liquidität. Die Fachkräfte, die Unternehmen angestellt hätten, wollten sie für die Zeit nach der Corona-Pandemie halten.

Frist endet am Dienstag

Derzeit hätten Agentur für Arbeit und Jobcenter viel zu tun, erklärte Fock. Am Dienstag endet die Frist für Unternehmen, um rückwirkend zum 1. März noch einen Anspruch auf Kurzarbeit anzumelden. Diese Anzeigen könnten elektronisch oder postalisch abgegeben werden. Beim Kurzarbeitergeld erhielten Arbeitnehmer 60 oder 67 Prozent ihres Nettogehalts.

Eine Anzeige reicht

Die Arbeitsagentur bittet dabei Unternehmen davon abzusehen, eine zweite Anzeige auf Kurzarbeitergeld auf den Weg zu bringen, wenn eine erste Anzeige bereits erfolgt sei. Auch von Fragen zum Bearbeitungsstand solle abgesehen werden.

Kontaktmöglichkeiten für Arbeitgeber

Auf ihrer Website beantwortet die Hamburger Arbeitsagentur in einer Liste die häufigsten Fragen rund um die Kurzarbeit.

Von 8 bis 18 Uhr ist könne sich Unternehmen zudem kostenfrei über eine Hotline informieren. Unter der Telefonnummer: 0800 4 5555 20.

Für alle Anschreiben, Anträge, Anzeigen an die Agentur für Arbeit Hamburg gibt es zudem eine einheitliche Postanschrift: "Agentur für Arbeit Hamburg, 20070 Hamburg".

Zudem gibt die Arbeitsagentur zwei E-Mail-Anschriften für Arbeitgeber bekannt: Hamburg.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de sowie Hamburg.031-OS@arbeitsagentur.de .

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Arbeitsagentur hebt 40-Stunden-Woche auf

Damit all die Anzeigen und Anträge möglichst schnell bearbeitet werden, hat die Arbeitsagentur inzwischen die 40-Stunden-Woche für ihre Mitarbeiter aufgehoben. Freiwillige dürfen laut eines Sprechers auch samstags arbeiten und die zuständige Abteilung wurde mit Kollegen aus anderen Bereichen, wie der Berufsberatung, verstärkt.

Rückmeldung kann Wochen dauern

Trotzdem dauert es demnach 10 bis 15 Werktage, bis Unternehmen eine Rückmeldung bekommen. Über 3.000 hatten bis Anfang der Woche in Hamburg bereits Bedarf für Kurzarbeit angemeldet und jeden Tag kommen nach Informationen von NDR 90,3 rund 200 bis 300 dazu - von der Gastronomie bis hin zum Zahnarzt.

Mitarbeiter im Homeoffice

Auch bei der Arbeitsagentur soll wegen der Ansteckungsgefahr des Coronavirus möglichst im Homeoffice gearbeitet werden, damit das IT-Netzwerk das mitmacht, wird auch versucht, den Betrieb zwischen 6 und 22 Uhr in mehrere Gruppen aufzuteilen.

Arbeitsagentur: "Anzeige" reicht

Laut der Arbeitsagentur Hamburg brauchen nicht direkt alle Unterlagen ausgefüllt eingereicht werden. Eine sogenannte Anzeige reiche, um die Frist zu wahren. Das Kurzarbeitergeld liegt bei maximal 67 Prozent des Nettolohns. Von Gewerkschaftsseite gibt es die Forderung an den Staat, diese Summe aufzustocken. Zum Beispiel für rund 500 Mitarbeiter der Aviation Handling Services am Hamburger Flughafen, die sich um die Abfertigung von Passagieren und Fliegern kümmern.

Anfang der Woche hatte Hamburgs Arbeitsagentur an die Unternehmen in der Stadt appeliert, die Möglichkeit des Kurzarbeitergeldes zu nutzen. Entlassungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sollten vermieden werden.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 29.03.2020 | 19:30 Uhr

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