Stand: 01.09.2020 19:21 Uhr

Angebliches Van-Gogh-Gemälde in Hamburg versteigert

Kaufinteressenten betrachten ein von seiner Echtheit her umstrittenes Van-Gogh-Gemälde, das vom Auktionshaus Dechow in Hamburg versteigert werden soll. © picture alliance / dpa Foto: Axel Heimken
Ein echter van Gogh? Das Gemälde "Die Mühle von Wijk" wurde versteigert.

Ein möglicherweise von Vincent van Gogh stammendes Gemälde ist am Dienstag in Hamburg für 550.000 Euro versteigert worden. Damit übertraf das Ergebnis für das Bild "Die Mühle von Wijk" das Mindestgebot von 500.000 Euro. Wer das Werk ersteigerte, teilte das Auktionshaus Dechow nicht mit.

Mögliches Frühwerk

Das eigentlich auf Industriegüter spezialisierte Auktionshaus hatte das Gemälde als mögliches Frühwerk des niederländischen Künstlers präsentiert. Van Gogh habe damit das Werk "Die Mühle von Wijk bij Duurstede" kopiert, das der von ihm verehrte Landsmann Jacob van Ruisdael gemalt habe. "Wir können nicht beweisen, dass es echt ist, aber es gibt sehr viele Indizien", hatte der Projektleiter bei Dechow, Jens-Peter Franz, vor der Versteigerung gesagt.

Van-Gogh-Museum glaubt nicht an Echtheit

Das Amsterdamer Van-Gogh-Museum, die führende Instanz bei der Beurteilung der Echtheit, hatte zuvor mitgeteilt: "Das Museum hat dieses Gemälde untersucht und denkt nicht, dass das Werk von Vincent van Gogh gemacht wurde." Nach Angaben des Auktionshauses sprachen ein chemisches und ein kunsthistorisches Gutachten sowie eine Untersuchung mithilfe von künstlicher Intelligenz für die Echtheit. Das Gemälde soll 1904 von einem Leipziger Kaufmann in Paris erworben worden sein. Er vererbte es den Angaben zufolge an seine Enkelin, die es nach ihrem Umzug nach Neustadt in Holstein 1994 an Privatbesitzer in der Nähe von Kiel verkaufte. Diese ließen es nun versteigern.

VIDEO: Angebliches Van-Gogh-Gemälde wird versteigert: Ist es echt? (2 Min)

 

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 01.09.2020 | 19:30 Uhr

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