Stand: 15.08.2018 18:09 Uhr

André Trepoll: G20-Aufklärung gescheitert

Hamburgs CDU-Fraktionschef André Trepoll hat das Ergebnis des G20-Sonderausschusses im Sommerinterview bei NDR 90,3 als dürftig kritisiert. Nach 15 Sitzungen des G20-Sonderausschusses kommt die CDU zu dem Ergebnis: Die Aufklärung ist der Vorkommnisse rund um den G20-Gipfel gescheitert. Trepoll sagte: "Das hängt natürlich mit dem mangelnden Aufklärungswillen des Senates zusammen. Man hat da sehr auf den Faktor Zeit gesetzt und hat gesagt, wenn die Ereignisse ein Jahr zurückliegen, dann ist die Aufregung nicht mehr ganz so groß - und das kritisieren wir natürlich."

André Trepoll von der Hamburger CDU sitzt an der Alster im Interview mit dem Hamburg Journal

André Trepoll: "Wir müssen gegen Extremismus kämpfen"

Hamburg Journal -

Die innere Sicherheit ist das Thema für die Hamburger CDU. Man wolle Hamburg zur sichersten Großstadt Deutschlands machen, sagte André Trepoll im Sommerinterview mit dem Hamburg Journal.

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Der CDU-Fraktionschef will die linksautonome Szene in Hamburg stärker bekämpfen. Zentraler Punkt für die CDU ist dabei die Schließung der Roten Flora im Schanzenviertel. Trepoll: "Es muss eine Einrichtung werden, wo man nicht Angst haben muss, dass dort wieder Gewalttaten geplant und koordiniert werden."

Einen gemeinsamen Abschlussbericht des G20-Sonderausschusses wird es nicht geben. Darauf konnten sich die sechs Fraktionen der Bürgerschaft nicht einigen. Zum CDU-Bericht sagte Trepoll: "Es wird zu lesen sein, dass wir den kritischen Kurs der Hamburger Polizei begrüßen, die ja als einzige bereit war, Fehler einzuräumen, Fehleinschätzungen auch in der Taktik, in der Strategie offen zu benennen. Das hat auf politischer Seite völlig gefehlt." Der politisch Verantwortliche - Hamburgs Ex-Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) - habe sich hingestellt und gesagt, eigene Verantwortung hätte er nur übernommen, wenn es Tote gegeben hätte. "Und ich finde, wenn man politische Verantwortung auf den Verlust von Menschenleben reduziert, dann ist das die falsche Conclusio", sagt Trepoll.

Trepoll traut sich Spitzenkandidatur zu

Derweil ist bei der Hamburger CDU ist noch unklar, wer als Spitzenkandidat ins Rennen für die Bürgerschaftswahl 2020 gehen wird. Trepoll traut sich das zu, will sich aber noch nicht festlegen. "Wenn man Oppositionsführer ist, Fraktionsvorsitzender, ist klar, dass man sich diesen Job zutraut", sagte der CDU-Fraktionschef. Es sei aber klar, "dass wir eine aktive, hörbare Opposition sind, auch wenn wir eine relativ kleine Mannschaft im Rathaus haben. Das ist wichtig für die Demokratie insgesamt. Es gibt dann auch unterschiedliche Alternativen, auch personelle Alternativen."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 15.08.2018 | 07:00 Uhr

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