Stand: 09.04.2019 10:30 Uhr

Alsterschwäne zurück aus dem Winterquartier

Draußen wird es zwar gerade wieder kälter, dennoch hat die Natur schon auf Frühling geschaltet. In Hamburg wird es Zeit für ein Frühjahrsritual: Die Alsterschwäne haben nach fast fünf Monaten ihr Winterquartier wieder verlassen. "Schwanenvater" Olaf Nieß begleitete die rund 120 Tiere mit Booten vom Eppendorfer Mühlenteich bis zur Krugkoppelbrücke an der Außenalster. Von dort aus können die Vögel ihren eigenen Weg gehen und ihre angestammten Reviere aufsuchen.

Das Verteilen dauert Tage

"Es wird jetzt einige Tage dauern, bis die Tiere sich auf der Alster draußen orientieren und verteilen", sagte Nieß. "Aber ich denke, spätestens Anfang nächster Woche werden die Tiere wieder an ihren angestammten Plätzen sein." Im vergangenen Jahr hatten sie auf der Außenalster fast 20 Küken groß gezogen.

Schwanenwesen mit langer Tradition

Das Hamburger Schwanenwesen gibt es seit dem 11. Jahrhundert. Die Planstelle des "Schwanenvaters" existiert seit 1674 und ist damit die älteste Behördenplanstelle der Stadt. Nieß zufolge brachen die Hamburger Stadtväter damals mit dem Brauch, dass das Halten von Schwänen Fürsten und Königen vorbehalten war. Bis heute gilt die Legende, dass Hamburg den Status als Freie und Hansestadt nur so lange hält, wie es Schwäne auf der Alster gibt.

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Der Eppendorfer Mühlenteich wird für die kommenden Monate das Zuhause der Hamburger Alsterschwäne. "Schwanenvater" Olaf Nieß hat die ersten Vögel ins Winterquartier gebracht. (20.11.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 09.04.2017 | 08:15 Uhr

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