Stand: 15.03.2016 17:10 Uhr

Alsterschwäne als Frühlingsboten

Der Frühling kommt nach Hamburg. Ein sicheres Zeichen dafür ist die Rückkehr der Alsterschwäne auf die Alster. Nach mehr als vier Monaten haben die rund 120 Schwäne ihr Winterquartier verlassen. Sechs Boote und ein Team aus acht Personen, davon zwei Wasserschutz-Polizisten, begleiteten die Tiere auf ihrem Weg zurück in ihre gewohnte Umgebung. "Es ist alles gut gelaufen. Wir haben eine Stunde und 20 Minuten für die Umquartierung gebraucht", sagte Schwanenvater Olaf Nieß am Dienstag.

Winterquartier am Eppendorfer Mühlenteich

Im vergangenen November waren die Tiere in ihr Winterlager am Eppendorfer Mühlenteich gebracht worden. Dort konnten sie harte Wintertage in einer Zeltanlage verbringen. Eine Unterwasserpumpe sorgt dort zudem dafür, dass ein Abschnitt des Teichs eisfrei bleibt. Jetzt können sich die Schwäne wieder selbstständig in ihre angestammten Brutreviere oder Junggesellenplätze auf der Außen- und Binnenalster und den umliegenden Kanälen verteilen.

Schwanenwesen mit langer Tradition

Das Hamburger Schwanenwesen gibt es seit dem 11. Jahrhundert. Die Planstelle des "Schwanenvaters" existiert seit 1674 und ist damit die älteste Behördenplanstelle der Stadt. Nieß zufolge brachen die Hamburger Stadtväter damals mit dem Brauch, dass das Halten von Schwänen Fürsten und Königen vorbehalten war. Bis heute gilt die Legende, dass Hamburg den Status als Freie und Hansestadt nur so lange hält, wie es Schwäne auf der Alster gibt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 15.03.2016 | 12:00 Uhr

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