Stand: 07.07.2020 20:06 Uhr  - Hamburg Journal

Albino-Seebärenbaby bei Hagenbeck entwickelt sich gut

Noch ist die kleine Sensation im Hamburger Tierpark Hagenbeck nur selten zu sehen. Bisher konnten nur Mitarbeitende das Albino-Seebärenbaby filmen. Es ist nicht rabenschwarz, so wie seine Eltern, sondern weiß. Albinismus ist eine Genmutation, die sehr selten vorkommt. Sie geht mit weißer Haut und roten Augen einher. Es ist eine Störung bei der Bildung von Farbstoffen, die Haut, Haare, Federn und Augen färben.

Seebären: Albino-Baby bei Hagenbeck

Hamburg Journal -

Es ist eine kleine Sensation: Mitte Juni kam im Tierpark Hagenbeck ein Albino-Seebär zur Welt. Das Baby soll der weltweit einzige Seebär mit weißem Fell sein.

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Schirm spendet Schutz vor UV-Strahlen

Auf die Gesundheit des Jungtiers wirkt sich das nach Angaben von Tierarzt Michael Flügger aber nicht aus: "Sie trinkt gut, die Mutter kümmert sich - alles prima, so wie das bei kleinen Seebären sein soll". Und tatsächlich scheint sich die Mutter an der ungewöhnlichen Farbe ihres Nachwuchses nicht zu stören. Noch leben beide gemeinsam in der nach oben offenen Geburtshöhle. Im nicht einsehbaren Teil schützt ein grüner Sonnenschirm die rot-äugige, kleine Seebärin vor zu vielen UV-Strahlen.

Hagenbeck: Noch kein Name für Nachwuchs

"Natürlich wird sie aufgrund der Augen so ein bisschen Probleme mit Sonne haben. Da hat sie vielleicht Glück, dass wir in Hamburg sind, wo nicht immer die Sonne scheint", sagt Tierarzt Flügger. Im dunklen Becken wird die weiße Seebärin später sicher gut zu sein und das bedeutet im Tierpark, anders als in freier Wildbahn, keine Gefahr. Im großen Eismeer des Tierparks Hagenbeck soll sie schon bald frei schwimmen, gemeinsam mit den mächtigen Walrossen und natürlich mit ihren Artgenossen. Einen Namen hat die kleine weiße Welt-Sensation übrigens noch nicht.

Seebären vom Aussterben bedroht

Der Hamburger Nachwuchs gehört zur Familie der südamerikanischen Seebären, die auf der roten Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion stehen. Im Freiland, vor den Küsten von Uruguay, Peru, Chile und Argentinien, sollen noch etwa 400.000 dieser Tiere leben. Der Tierpark Hagenbeck beheimatet mit seinen nun sieben Tieren, einem Männchen und sechs Weibchen, Europas größte Gruppe.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 07.07.2020 | 19:30 Uhr

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